Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes BrandenburgDr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

Dr. Doris Lemmermeier ist seit Januar 2013 die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg. Sie wurde am 2. April 1958 in Heidenheim an der Brenz (Baden-Württemberg) geboren. Seit 1998 lebt und arbeitet sie in Potsdam (Lebenslauf von Dr. Doris Lemmermeier).

Zu den Hauptaufgaben der Integrationsbeauftragten zählt die Beratung der Landesregierung in migrationspolitischen Angelegenheiten. Dazu gehören Grundsatzangelegenheiten der Integrations- und Zuwanderungspolitik genauso wie Angelegenheiten der aufenthalts-, asyl- und migrationspolitischen Gesetzgebung.

Weitere Aufgaben sind: die Analyse und Entwicklung von Vorschlägen zum Abbau von Integrationshemmnissen im sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und administrativen Bereich, die Förderung der gesellschaftlichen Partizipation von Zuwanderern und Zuwanderinnen, die Förderung von Initiativen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für interkulturelle Verständigung, der Abbau von Diskriminierungen auf der individuellen als auch der institutionellen Ebene.  Außerdem konzipiert und initiiert die Integrationsbeauftragte Maßnahmen zur Integration der dauerhaft hier lebenden Migrantinnen und Migranten und unterstützt die Migrations- und Flüchtlingsarbeit im Land Brandenburg.

Die Integrationsbeauftragte fördert und unterstützt die im Wirkungsbereich tätigen freien Träger, Institutionen, Netzwerke und Selbstorganisationen. Dabei nimmt die Unterstützung der Qualifizierung von Selbstorganisationen und Moderatoren und Moderatorinnen einen besonderen Stellenwert ein.

Die Integrationsbeauftragte initiiert Monitoringprozesse zur Integration und führt im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene Erhebungen und Analysen durch. Sie gibt regelmäßig Publikationen zur Integrationssituation und zu Integrationsprozessen heraus.

Die Integrationsbeauftragte ist in Zusammenarbeit mit den Beauftragten des Bundes, anderer Länder und kommunaler Gebietskörperschaften tätig.

Die Integrationsbeauftragte ist beratendes Mitglied der Härtefallkommission des Landes Brandenburg. Die Härtefallkommission ist ein von der Landesregierung eingerichtetes behördenunabhängiges Gremium. Die Härtefallkommission prüft bei ausländerrechtlichen Einzelfällen, ob dringende humanitäre oder persönliche Gründe die weitere Anwesenheit eines oder einer vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländerin oder Ausländers im Bundesgebiet rechtfertigen. Die Integrationsbeauftragte bringt Fälle in die Kommission ein und nimmt zu allen Anträgen Stellung.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Antidiskriminierungsarbeit in der Zusammenarbeit mit der Landesstelle für Chancengleichheit, die in Kooperation mit Partnern aus dem In- und Ausland Projekte zur Entwicklung und Implementierung von Ansätzen gegen Diskriminierung durchführt sowie als Anlaufstelle fungiert. Durch das im Jahr 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ergeben sich neue Möglichkeiten zur Prävention und Intervention.

Die Integrationsbeauftragte setzt sich für ein gleichberechtigtes und auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben von Brandenburger Bürgerinnen und Bürgern und den hier lebenden Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Religion ein. Sie fördert im Rahmen des Handlungskonzeptes Tolerantes Brandenburg eine Vielzahl von Projekten zum Abbau von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt und zur interkulturellen Verständigung.

Die Integrationsbeauftragte arbeitet im landesweiten "Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit" mit und ist stellvertretende Vorsitzende des Landesintegrationsbeirates.