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Ministerin Diana Golze, Werner Mielenz, Rene Kruschke, Matthias Milke, Jens Graf Neues Fenster: Bild - Familien- und kinderfreundliche Gemeinde 2018 - Neutrebbin - vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry

Sehr geehrte Frau Ministerin Golze, sehr geehrte Damen und Herren,


Ihnen allen einen herzlichen Willkommensgruß! Als Mitglied der Jury freut es mich sehr, dass wir nunmehr drei Preisträger ermittelt haben, die sich künftig mit dem ehrenvollen Titel "Familien- und kinderfreundliche Gemeinde" schmücken dürfen.

Die Auswahl war ausgesprochen schwer. Glücklicherweise möchte ich hinzufügen, denn unser Ringen spiegelt den hohen Stellenwert wider, den Familien- und Kinderfreundlichkeit an so vielen Orten in Brandenburg hat. Die drei erstplatzierten Gemeinden haben sich in dieser Hinsicht ein ganz besonderes Lob verdient. Sie sind Vorbilder, die hoffentlich viele weitere Nachahmer finden.

Besser leben! - Den hervorragenden dritten Platz hat in diesem Jahr eine Gemeinde errungen, die schon durch den Tonfall ihrer Bewerbungsunterlagen auffällt. Aus allen Angaben lässt sich die hohe Sensibilität für die Belange von Familien herauslesen und ebenso die Wertschätzung für das große soziale Engagement der Dorfgemeinschaft insgesamt. Aus dieser Wertschätzung spricht die kluge Erkenntnis, dass sich nachhaltige, strukturelle Kinder- und Familienfreundlichkeit nicht nur nach der Zahl der Spielplätze und Krabbelgruppen bemessen lässt. Das ganze Dorfleben muss in den Blick genommen werden und es gilt, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen zu animieren. Zahlreiche Preise, wie der renommierte Europäische Dorferneuerungspreis, zeigen, wie erfolgreich unsere drittplatzierte Gewinner-Gemeinde in der Förderung des Gemeinschaftsgeistes innerhalb des Dorfes ist.

Dieser Gemeinschaftsgeist wird wachgehalten, indem auf allen erdenklichen Ebenen die Kommunikation gefördert wird. Der Festkalender der Gemeinde spricht alle Generationen an, aber auch die Bevölkerung aus dem Umland. Hervorzuheben ist dabei auch das Bemühen um gute Kontakte zu den polnischen und tschechischen Nachbarn jenseits der Landesgrenze. Neben den Veranstaltungen sind es zudem die vielen Vereine, die das Miteinander von Kindern, Jugendlichen und Senioren stärken.

Unsere Gemeinde geht noch einen wichtigen Schritt weiter, indem hier eine intensive Bürgerbeteiligung praktiziert wird. Ergänzend dazu treffen sich mehrmals im Jahr die Vorsitzenden und Verantwortlichen der Vereine und Institutionen, um Projekte und Programme abzustimmen. Ob Jugendclub, Krabbelgruppe oder Seniorentreff, immer sind die Betroffenen in wichtigen Belangen einbezogen.

„Gelockt werden junge Familien mit Vergünstigungen: Sie erhalten Grund und Boden, Haus und landwirtschaftliche Gerätschaften sowie Steuerfreiheit in den ersten Jahren. Im Gegenzug müssen sie sich verpflichten, den Besitz über drei Generationen nicht zu verkaufen.“ So war es vor über 250 Jahren, als der „Alte Fritz“ Kolonisten in diesen Landstrich lockte. Doch auch heute zieht es junge Familien in diese Oase inmitten Märkischer Sandfelder. Sie schätzen vor allem die Unterstützung bei der Suche nach Bauland, das solide Angebot guter Schulen sowie die umfassenden Betreuungsmöglichkeiten für Klein- und Schulkinder. Nette Gesten, wie das Begrüßungsgeld von 100 Euro für Neugeborene, sind gleichsam die "Kirsche auf der Torte". Kein Wunder also, dass sich junge Familien von diesem Umfeld angezogen fühlen und die Zahl der Rückkehrer sichtbar wächst. Allein 2017 haben sich acht junge Familien angesiedelt. Ein guter Indikator für die Attraktivität der getroffenen Maßnahmen und Angebote.

Das Stichwort "Umfeld" ist bei unserem drittplatzierten Sieger allerdings nicht nur sozialpolitisch zu verstehen. Schließlich haben wir es hier mit dem Landessieger des Wettbewerbs "Schönstes Dorf Brandenburgs" aus dem Jahr 1997 zu tun! Ein Titel der verpflichtet und zur Folge hat, dass der Pflege und Kultivierung der Grünanlagen und Spielplätze, aber auch dem Schutz der Natur insgesamt viel Beachtung geschenkt wird. Die Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber die Kinder sollen sich aus diesem Grund auch ohne Auto sicher fortbewegen können. Der weitere Ausbau des Radwegenetzes wird deshalb stetig
vorangetrieben, ebenso eine zukunftsorientierte, wirtschaftliche Energieversorgung.


Sehr geehrte Damen und Herren,

„Besser leben!“ Mit diesem Slogan stemmt sich die Gemeinde der Entwicklung zum "Schlafdorf" erfolgreich entgegen. „Besser leben“ kann man im größten Kolonistendorf des Oderbruchs - in Neutrebbin - einem quicklebendigen, lebenswerten, familien- und kinderfreundlichen "Aktivdorf"! Allen Verantwortlichen und der gesamten, rührigen Dorfgemeinschaft herzlichen Glückwunsch zu dieser hochverdienten Ehrung!

Foto aller Bewerbergemeinden

Foto aller BewerbergemeindenNeues Fenster: Bild vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry