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Stadt Finsterwalde

Ministerin Diana Golze, Jörg Gampe, Antje Schulz, Michael Miersch, Michaela Schreiber, Jens Graf Neues Fenster: Bild - Familien- und kinderfreundliche Gemeinde 2018 - Finsterwalde - vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry

Sehr geehrte Anwesende,

die Spannung steigt!! Nach zwei so hervorragenden zweit- und drittplatzierten Siegern ist zwar schwer vorstellbar, dass es in punkto Familien- und Kinderfreundlichkeit noch Steigerungsmöglichkeiten gibt. Wer jedoch die Bewerbungsunterlagen unseres diesjährigen Wettbewerbsgewinners liest, kommt schnell zu dem Schluss: In dieser Gemeinde ist so viel gelungen, das hat Vorbildcharakter und muss mit dem 1. Preis prämiert werden.

Unser Wettbewerbssieger ist eine Kleinstadt in der Peripherie des Landes Brandenburg, die mit dem Problem des Einwohnerverlustes nach der politischen Wende vor nunmehr fast 29 Jahren konfrontiert war. Jede Kommune hat über die Jahre so ihren eigenen Weg eingeschlagen, mit diesem Problem umzugehen und im besten Fall, wie bei unserem Wettbewerbssieger, es erfolgreich zu lösen.

Die Ausrichtung der Stadt auf alles, was mit dem weichen Standortfaktor Familienfreundlichkeit zu tun hat, war mit Sicherheit eines der Erfolgsgeheimnisse bei der Stabilisierung der Einwohnerzahlen.

Und man spürt an jeder Stelle der Bewerbung, der Außendarstellung und der Stadt selbst, dass es nicht nur so daher gesagt ist, sondern aus tiefster Überzeugung so gelebt wird - in der Verwaltung, der Wirtschaft, den Vereinen und Verbänden und nicht zuletzt in einer sehr engagierten Bürgerschaft.

Der Erfolg basiert auf der offensichtlich vorhandenen guten Zusammenarbeit aller dieser Akteure bei der Erreichung eines gemeinsamen Zieles: die eigene Stadt kontinuierlich positiv voranzubringen.

Diese bürgerfreundliche Atmosphäre zu entwickeln und vor allem auch zu bewahren, ist Arbeit und erfordert viel Engagement. Im besten Fall, wie bei unserem erstplatzierten Preisträger, macht dieser Einsatz auch noch Freude. Ob Bauvorhaben, kommunale Arbeitskreise oder Kulturprojekte - überall besteht hier die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung und der Mitsprache quer durch alle Altersgruppen. Familien- und Kinderfreundlichkeit ist damit schon von vornherein garantiert.

Die gute Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft hilft, passgenaue Angebote entwickeln zu können. So ermittelt beispielsweise der Arbeitskreis Jugendarbeit regelmäßig den aktuellen Zustand und die Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Familien. Verlässliche Unterstützer wie die Sparkasse, die Stadtwerke, die Wohnungsgesellschaft und natürlich die ansässigen Kultur- und Sportvereine helfen mit, das Freizeitangebot weiter zu verbessern und das Stadtgebiet insgesamt familien- und kindgerecht zu gestalten.

Und dass die konsequente und ernstgemeinte Ausrichtung einer Stadt auf den Standortfaktor Familienfreundlichkeit Erfolg bringt im Wettbewerb der Kommunen und Regionen zeigt unser Erstplatzierter.

Die Einwohnerentwicklung ist stabil, die Bildungseinrichtungen von den Kitas bis hin zu den weiterführenden Schulen sind gut ausgelastet und auch bei den Neuzugängen an den Schulen sind keine Rückgänge zu verzeichnen. Hinzu kommt noch, dass unter anderem dank einer inzwischen bundesweit bekannten, ursprünglich als Privatinitiative gestarteten Agentur für Rückkehrwillige auch die Zahl der Heimkehrer stetig wächst. Ein zusätzlicher Beleg für die inzwischen erlangte Attraktivität der Stadt.

Ob Rückkehrer, Zuzügler oder Hierbleiber, wie es das Stadtmarketing so schön formuliert, ein funktionierendes Netz an Betreuungseinrichtungen, Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und Sporteinrichtungen ist für junge Familien seit jeher ein zentrales Kriterium bei der Entscheidung für einen Wohnort. Unser Wettbewerbssieger hat all das zu bieten.

Und er schafft es, diese Vorteile und Zuzugskriterien auch offensiv an den Mann und die Frau zu bringen. Der online-Auftritt zeigt in hervorragender Weise, was diese Stadt so alles anzubieten hat und wie die Stadt so tickt. Aus der Vielzahl der Beiträge im Netz und im Stadtanzeiger, die sich mit Bürgerbeteiligung, Kinder- und Jugendarbeit befassen, kann man erahnen, dass diese einen sehr hohen Stellenwert haben. Bestätigt wird dieser Eindruck dann vor Ort und bei der Herangehensweise der Verwaltung an neue Projekte.

Als großes Plus kommt noch hinzu, dass die städtische Wohngesellschaft in überdurchschnittlicher Weise bestrebt ist, den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Bei der Ausstattung der Wohnungen und der Gestaltung des Wohnumfeldes wird streng auf Nachhaltigkeit geachtet, aber auch auf Kriterien wie Barrierefreiheit oder begrünte Ruhezonen. Anders ausgedrückt: Dem Zusammenhang von Lebensqualität, Wohnqualität und Zufriedenheit wird in unserer erstplatzierten Gemeinde viel Bedeutung beigemessen. 

Nicht ausschlaggebend für die Platzierung auf Nummer 1, aber für mich das Sahnehäubchen auf dem großartigen Angebot des diesjährigen Wettbewerbssiegers ist das Projekt Schulhund, kreativ, modern und offen für neue Wege. Alles zusammengenommen ergibt sich ein sehr rundes Bild.

Fest steht, unsere Wettbewerbssieger sind mit all ihren kinder- und familienfreundlichen Angeboten vom Baby-Empfang beim Bürgermeister bis hin zum "Streetworker-Projekt" an den Schulen bestens vorbereitet auf den hoffentlich weiterhin zahlreichen - Achtung! - Finsterwalder Nachwuchs und seine Eltern!

Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Sängerstadt Finsterwalde, herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung als Sieger beim 9. Landeswettbewerb "Familien- und kinderfreundliche Gemeinde"! Mit diesem Preis werden ausdrücklich auch all die engagierten Bürgerinnen und Bürger, Kinder, Jugendlichen und Senioren geehrt, die durch ihren unermüdlichen Einsatz zu dem guten, familienfreundlichen Miteinander in Finsterwalde wie in allen drei ausgezeichneten Gemeinden beitragen. Ihnen allen gebührt Dank und großes Lob. Bitte bringen Sie sich auch künftig ein und helfen Sie mit, unser Gemeinwesen zu stärken!

Foto aller Bewerbergemeinden

Foto aller BewerbergemeindenNeues Fenster: Bild vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry