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Stadt Prenzlau

Ministerin Diana Golze, Hendrik Sommer, Alexandra Martinot, Kerstin Hoppe, Jens Graf Neues Fenster: Bild - Familien- und kinderfreundliche Gemeinde 2018 - Prenzlau - vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry

Sehr geehrte Anwesende,

vom idyllischen Neutrebbin sind es mit dem Auto nur knapp eineinhalb Stunden bis zur Stadtgrenze unseres zweitplatzierten Siegers. Landschaftlich ist die gesamte Region ein Paradies für Wanderer, Wassersportler und Tierliebhaber. 60 Prozent dieses Landkreises und damit mehr als 3.000 Quadratkilometer atemberaubend schöner Natur stehen hier unter Schutz.

Schutz und Förderung bedürfen in diesem von der Natur so verwöhnten Landstrich jedoch insbesondere auch junge Familien mit Kindern. Die dünne Besiedlung dieses Landesteils, die besondere geografische Lage im äußersten Nordosten Brandenburgs und das Fehlen einer starken industriellen Basis sind Herausforderungen, mit denen auch unsere zweitplatzierte Stadt zu kämpfen hat. Hohe Arbeitslosigkeit, Abwanderung und demographischer Wandel erfordern von den Verantwortlichen der Stadt entschlossenes Vorgehen und Kreativität.

Im Fokus der sozialpolitischen Anstrengungen steht die Unterstützung junger Familien mit ein oder mehreren Kindern. Sie sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen, die Mehrheit sogar leider von Langzeitarbeitslosigkeit. Die Stadt fördert diesen Personenkreis mit großer Sensibilität, um Stigmatisierungen zu vermeiden. Ganz im Sinne der vom Brandenburger Sozialministerium angestoßenen Initiative "Starke Familien - starke Kinder", sind die Bekämpfung der Kinderarmut ein Hauptanliegen der Stadtverwaltung. Eltern und Kindern soll die kontinuierliche Teilhabe am Miteinander in der Stadt, die Teilhabe an Kultur, Bildung und auch der Einstieg in Erwerbsarbeit ermöglicht werden.

Damit dies gelingt, hat die Verwaltung unseres zweitplatzierten Preisträgers tragfähige Netzwerke geknüpft. Alle Akteure, die im Bereich der Familien-, kinder- und Jugendarbeit tätig sind, arbeiten zusammen, um auf die anstehenden Problemlagen gezielt reagieren zu können. Vieles konnte bereits angestoßen werden: Von einem Förderprogramm für die Vereine der Stadt und die Einrichtung eines Kinder- und Jugendbeirates über eine originelle Veranstaltungsreihe in den Sommerferien bis hin zum systematischen Ausbau der Kinderbetreuung und offenen Veranstaltungen in der Begegnungsstätte "Diester" reichen die familienfreundlichen Angebote. Die Liste ließe sich noch erheblich verlängern.

Der vermehrte Zuzug von Familien und die Tatsache, dass die einladenden Gesten der Stadt von der angesprochenen Zielgruppe verstärkt angenommen werden, zeigen, dass die Verantwortlichen mit ihren Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Geplant ist deshalb, weitere Schritte folgen zu lassen, um den Bedürfnissen von Eltern, Kindern und Jugendlichen noch besser gerecht werden zu können. Zu Beginn dieses Jahres wurde deshalb unter anderem das "Bürgerbudget" eingeführt. Bürgerinnen und Bürger, künftig aber auch Jugendliche, sollen damit ermuntert werden, selbst Projekte zu entwickeln, die der Gemeinschaft zugute kommen. Einige andere Kommunen haben damit gute Erfahrungen gemacht - ich bin sicher, in unserer schönen Stadt wird der Versuch ebenfalls glücken.

Ja, die Stadt, über die ich gerade spreche, ist wahrhaftig schön. "Stadt küsst See", so lautet das Motto und tatsächlich ist der See Wahrzeichen und - erlauben Sie mir das Wortspiel - "See-le" der regionalen Hauptstadt. Die Verwaltung ist eifrig bemüht, die Schönheiten im Stadtgebiet zu wahren, die Wohngegenden attraktiv zu halten und gleichzeitig die Mobilität zu fördern. Gepflegte Spielplätze, Ruhezonen, kostenfreie Beförderung von Kindern in der Ferienzeit oder auch ein durchdachtes Radwegesystem - all das ist vorhanden und bedeutet für Familien mit Kindern einen hohen Mehrwert.

Und noch etwas hat unsere Stadt zu bieten, eine Art Maskottchen, eine bei der Bevölkerung und Touristen beliebte Sagengestalt aus dem Mittelalter: Der Rabe auf dem Mittteltorturm. Dieser schlaue, redselige Rabe hat den Namen unseres zweitplatzierten Preisträgers natürlich längst verbreitet! Sie alle wissen längst Bescheid! Und nun ist es offiziell: Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Prenzlau, wir alle gratulieren Ihnen ganz herzlich zu dieser besonderen Ehrung und schicken Grüße in Richtung der "Grünen Stadt am Uckersee"! Ihnen allen und der gesamten Bürgerschaft viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben!

Foto aller Bewerbergemeinden

Foto aller BewerbergemeindenNeues Fenster: Bild vergrößern Agentur Medienlabor/ Benjamin Maltry