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13.11.2017HIV und Hepatitis im Blick behalten | 168/2017

Vom 17. bis 24. November 2017 findet europaweit die HIV-/Hepatitis-Testwoche statt. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB), die AIDS-Hilfe Potsdam e.V. und das Landesgesundheitsministerium unterstützen das Engagement mit einer gemeinsamen Telefonaktion. Am 17. November von 8:30 bis 10:30 Uhr beantworten Expertinnen und Experten unter der Rufnummer 0331 / 98 22 98 53 alle Fragen rund um HIV und Hepatitis.

HIV und infektiöse Hepatitis sind in Brandenburg selten. Die Zahl der jährlich neu diagnostizierten Infektionen ist gering. Dennoch ist jede Neuinfektion eine zu viel. Darauf weisen die KVBB, das Brandenburger Gesundheitsministerium und die AIDS-Hilfe Potsdam e.V. hin. Eine Kampagne erinnert Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten daran, diese inzwischen gut behandelbaren Infektionskrankheiten nicht aus dem Blickfeld zu verlieren und fordert dazu auf, die Testung auf HIV und infektiöse Hepatitiden gezielt durchzuführen.

„Bei unserer Kampagne setzen wir auf die Bereitschaft der Patientinnen und Patienten, ihr Risiko gegenüber der Ärztin oder dem Arzt zu benennen. Die Kolleginnen und Kollegen erhalten eine Information, wann aus ärztlicher Sicht eine HIV- oder Hepatitis-Testung zu empfehlen ist“, erläutert Dipl.-Med. Andreas Schwark, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBB und niedergelassener Hausarzt. „Es geht hier nicht um eine Reihentestung. In jedem Fall ist die ärztliche Beratung der Ausgangspunkt für einen Test. Bei klinischer Verdachtsdiagnose oder bei Risikopatientinnen und -patienten empfehlen wir die Testung ausdrücklich!“

Brandenburgs Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt begrüßt die anhaltende Aufmerksamkeit und die nicht nachlassende Initiative zur HIV- und Hepatitis-Aufklärung in Brandenburg: „Der Aufruf zur Testung ist notwendig. Neben den Arztpraxen bieten die Gesundheitsämter in Brandenburg für alle Bürgerinnen und Bürger Beratungen und Testungen an. Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten sichert den schnellen und qualitätsgesicherten Zugang zu wirksamer Prävention und Behandlung.“

„Die AIDS-Hilfe Potsdam e.V. als Geschäftsstelle der Initiative Brandenburg – Gemeinsam gegen AIDS beteiligt sich sehr gern an dieser Kampagne. Wir haben Druckmaterialien speziell für den Einsatz in Brandenburg entwickelt. Sie sollen dem Arzt als Hintergrundinformation und zur Werbung in der Praxis dienen“, erklärt Sabine Frank, Dipl. Sozialarbeiterin der AIDS-Hilfe Potsdam. „Wir stehen für Menschen mit einer Neudiagnose für psychosoziale Begleitung bereit. Eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient ist in dieser Phase besonders wichtig.“

 

Hintergrund

Für das Land Brandenburg wurden 2016 beim Robert-Koch-Institut 70 neue Fälle einer HIV-Infektion und 62 neue Diagnosen einer Hepatitis-C gemeldet. 78 Hepatitis-B- und 34 Hepatitis-A-Infektionen wurden diagnostiziert.

Die Testung auf Infektionskrankheiten in der Vertragsarztpraxis erfolgt bei Risikopatientinnen und -patientinnen auf Kosten der Krankenkassen. Eine Testung ohne Infektionsrisiko ist in der Regel kostenpflichtig. Anonyme und kostenlose Tests bieten die Gesundheitsämter an.

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Marina Ringel
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