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10.10.20172. Fachtag der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier - „Gut Älterwerden im vertrauten Wohnumfeld“: 40.000 Euro Förderung für elf Projekte | 151/2017

Schon kleine Maßnahmen können dazu beigetragen, dass ältere Menschen länger im vertrauten Wohnumfeld leben können. Im Rahmen der Brandenburger Pflegeoffensive fördert die „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg“ (FAPIQ) in diesem Jahr wieder mit insgesamt rund 40.000 Euro elf Projekte, die vor Ort mit ihren Angeboten ältere Menschen unterstützen. Diese Projekte wurden heute in Potsdam auf einem FAPIQ-Fachtag mit dem Motto „Lebendige Quartiere zusammen gestalten“ vorgestellt. Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt sagte zu Beginn der Veranstaltung: „Ein wichtiger Ansatz unserer Pflegepolitik ist es, Pflegebedürftigkeit so gut es geht hinauszuzögern oder gar zu vermeiden. Dafür brauchen wir kleine, dezentrale Angebote in den Kommunen. Die ausgewählten Förderprojekte zeigen eindrucksvoll, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, das Älterwerden gut und aktiv zu gestalten.“

Hartwig-Tiedt weiter: „Das Entstehen von Pflegebedürftigkeit hat viel mit den Lebensumständen zu tun, mit dem eigenen Verhalten, mit Aktivität und Kommunikation, aber auch mit dem Sozialraum, der den Menschen eine mehr oder auch weniger selbständige und aktive Lebensführung trotz Einschränkung ermöglicht. Pflegebedürftigkeit kann verzögert, vermindert, vermieden werden. Das ist der zentrale Ansatz für unsere Pflegepolitik. Wir fördern deshalb eine ‚Pflege im Quartier‘, damit die Menschen solange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Dafür brauchen wir wirkungsvolle Maßnahmen vor Ort, die soziale Kontakte und Aktivitäten fördern. Zum Beispiel Begegnungsorte wie Kaffeerunden oder gemeinsames Mittagessen, Bewegungsangebote in der Gruppe oder Fahrdienste zum Supermarkt. Denn eine alternsgerechte Infrastruktur trägt nachweislich zur Minimierung von Pflegebedarfen bei.“

Der 2. Fachtag diente dem Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Kommunen, Wohnungswirtschaft, Sozialwirtschaft sowie Seniorenvertretungen.

FAPIQ-Projektleiterin Dr. Anja Ludwig sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit dem heutigen Fachtag beispielhaft zeigen können, wie viele Menschen sich mit ihren vielfältigen Ideen und Projekten in Brandenburg für eine bessere Lebensqualität alter Menschen im Quartier einsetzen. Die Förderung der diesjährigen Projekte soll dazu beitragen, die Motivation der engagierten Menschen zu würdigen und zu stärken. Bei der Auswahl der Förderprojekte war und ist für uns besonders wichtig, dass die Menschen, um die es geht, von Beginn an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt waren und sind. Die heutige Vorstellung der Projekte und die Diskussion darüber sollen den Teilnehmern Inspiration sein und Mut machen, auch an anderen Orten solche oder ähnliche Projekte anzustoßen.“

Die „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg“ hatte bereits im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit insgesamt 40.000 Euro landesweit elf Projekte gefördert, mit denen die soziale Infrastruktur für ältere Menschen verbessert werden.

In Brandenburg leben rund 112.000 pflegebedürftige Menschen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen ist über 80 Jahre alt. 78 Prozent der Pflegebedürftigen werden in Brandenburg in der eigenen Häuslichkeit entweder von Angehörigen oder von ambulanten Pflegediensten betreut.

Die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (www.fapiq-brandenburg.de) ist die größte Maßnahme der Brandenburger Pflegeoffensive, die Sozialministerin Diana Golze im Herbst 2015 gestartet hat. Die FAPIQ soll dazu beitragen, die Landkreise und kreisfreie Städte, Initiativen und Akteure vor Ort bei der Entwicklung einer regionalspezifischen Infrastruktur zu unterstützen. Sie bietet u.a. Beratung; Begleitung und Qualifizierung an und fördert den Erfahrungsaustausch zu guten Praxis-Beispielen.

Die Fachstelle hat Standorte in Potsdam, Eberswalde, Neuruppin, Luckenwalde und Lübben. Das Projekt wird gefördert vom Sozialministerium, den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Verband der privaten Krankenversicherung im Land Brandenburg.

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