22.09.2017Schiffsprojekt zu Flucht und Migration macht Station in Potsdam

„Mit Sicherheit gut ankommen“ ist der Titel eines sozial-kulturellen Schiffsprojektes zu Flucht und Migration, das am heutigen Abend in Potsdam Station gemacht hat. Im Zentrum der Aktion: Über 70 Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt, die auf zwei Schiffen entlang der deutschen Nordseeküste und auf deutschen Binnenwasserstraßen fahren. Die Figuren zeigen Frauen und Männer, Junge und Alte, Kinder und Familien aus allen Kontinenten. Initiiert und organisiert wird das Projekt von Outlaw.die Stiftung. Bei der Ankunft eines der Schiffe am Hafen in Potsdam betonte die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier: „Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, müssen die Gewissheit haben, gut in einem für sie sicheren Land anzukommen. Für die geflüchteten Menschen, die wir bei uns in Brandenburg aufgenommen haben, engagieren sich insbesondere seit Herbst 2015 unzählige Freiwillige in Willkommensinitiativen. Sie sind es vor allem, die Menschlichkeit erlebbar machen.“

Bei dem Schiff, das in Potsdam vor Anker gegangen ist, handelt es sich um die „Al-hadj Djumaa“. Dieses Schiff kam im Sommer 2013 von Nordafrika nach Lampedusa. An Bord mehr als 280 Menschen aus Eritrea und Äthiopien.

Lemmermeier: „Die Integration der Geflüchteten ist eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Die Brandenburger Landesregierung, Kommunen, Vereine und Verbände, die Kirchen sowie viele Einzelpersonen haben Herausragendes geleistet und auf den Weg gebracht, um Geflüchteten ein gutes Ankommen und Integration zu ermöglichen. Ich wünsche mir, dass der Aufenthalt der „Al-hadj Djumaa“ in Brandenburg von vielen Besucherinnen und Besuchern dazu genutzt wird, sich mit dem Thema Flucht und Migration auseinanderzusetzen. Im besten Fall erwächst daraus ein neues Engagement für die geflüchteten Menschen.“

Schirmherrin des Schiffsprojektes für Brandenburg ist Sozialministerin Diana Golze.

Die „Al-hadj Djumaa“ beherbergt auf ihrer aktuellen Tour nicht nur das Figurenkunstwerk, sie bietet ebenfalls eine Bühne für Theater, Konzerte, Lesungen und begleitende Veranstaltungen lokaler Organisationen. Für Aktivitäten steht vor Ort auch eine Jurte zur Verfügung

In Potsdam werden während der Liegetage am 22. und 23. September 2017 Aktionen und Veranstaltungen örtlicher Kooperationspartner in das Programm eingebunden. Dabei sind: Der Paritätische, das Deutsche Rote Kreuz, Terre des Hommes, Potsdam-Konvoi – Initiative für Solidarität mit Flüchtenden sowie der Beratungsfachdienst für MigrantInnen der Diakonie Potsdam.

Insgesamt beteiligen sich mehr als 120 Organisatoren, Einrichtungen, Vereine und Initiativen an diesem besonderen Projekt.

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