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21.09.2017Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit vereinbart Kooperation mit Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung | 140/2017

Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit, Gruppenfoto vom 21. September 2017 Neues Fenster: Bild - Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit  - vergrößern Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit

Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ hat auf seiner heutigen Sitzung in Potsdam eine Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) abgeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, zwischen Wissenschaft und Politik einen intensiven fachlichen Austausch zum Wandel der Arbeitswelt und den Herausforderungen in der Gestaltung Guter Arbeit zu führen. Die Vereinbarung unterzeichneten Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und WZB-Präsidentin Prof. Jutta Allmendinger.

Die Kooperationsvereinbarung trägt die Überschrift „Gute Arbeit in Brandenburg – Politik und Wissenschaft im Dialog“. Es soll ein gegenseitiger Lern- und Transferprozess initiiert werden, von dem sowohl die wissenschaftliche Forschung des WZB als auch die Landespolitik und alle Brandenburger Arbeitsmarktakteure profitieren. Die Vereinbarung hat zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2019.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Die Arbeitswelt ist in einem grundlegenden Wandel. Wirtschaftsbeziehungen werden enger und komplizierter. Deshalb ist es wichtig, dass Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im steten Austausch bleiben, damit dieser Wandel im Interesse der Menschen sozialverträglich gestaltet wird. Ich freue mich, dass wir als Bündnis für Gute Arbeit in Brandenburg nun einen starken Partner gewinnen konnten, um dieses Anliegen noch besser umsetzen zu können.“

WZB-Präsidentin Prof. Jutta Allmendinger: „Ein wichtiges Ziel des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung ist die Vermittlung sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse an Gesellschaft und Politik. Unser Promotionskolleg „Gute Arbeit“ leistet hier durch einen kontinuierlichen Dialog mit der Praxis einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte um Gute Arbeit und erhöht so die Sichtbarkeit des Themas. Deshalb freuen wir uns sehr über die Kooperation mit dem Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit, in dem wir zusammen wechselseitig Bedarfe ermitteln und weitere offene Fragestellungen angehen werden.“

Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt: „Vor sechs Jahren hat die Landesregierung gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften den Brandenburger Sozialpartnerdialog ins Leben gerufen, um gemeinsam die Arbeitswelt zu gestalten. Ein Ziel ist die Erhöhung der Tarifbindung. Diese erfolgreiche Sozialpartnerschaft haben wir mit der Gründung des Bündnisses für Gute Arbeit im letzten Jahr weiterentwickelt. Die Kooperation mit der Wissenschaft ist jetzt ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt unseres Bündnisses. Die Arbeitswelt wandelt sich in einem enormen Tempo und steht vor vielen neuen Herausforderungen. Der steigende Fachkräftebedarf, die demografische Entwicklung sowie der digitale Wandel – das sind nur einige der großen Themenfelder, für die wir Lösungen erarbeiten müssen. Das renommierte Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung wird uns hierfür wichtige Lösungsansätze aufzeigen können.“

Grundlage der Kooperation ist die Durchführung eines gemeinsamen Dialogprozesses zum Thema Gute Arbeit in Brandenburg. Auf Seiten des Landes Brandenburg wird dieser Dialogprozess federführend in den Händen des Arbeitsministeriums liegen, auf Seiten des WZB ist das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Promotionskolleg „Gute Arbeit. Ansätze zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen.“ für die Durchführung zuständig.

Der Dialogprozess soll anhand von gemeinsamen Veranstaltungen und durch zielgerichtete Vernetzung der jeweiligen Aktivitäten des Landes Brandenburg und des WZB strukturiert werden.

Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ wurde am 11. Mai 2016 gegründet. Ihm gehören das federführende Arbeitsministerium, das Wirtschaftsministerium, die drei Industrie- und Handelskammern sowie die drei Handwerkskammern, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg an.

Das gemeinsame Arbeitsprogramm des „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ hat fünf Handlungsschwerpunkte: Fachkräftesicherung, Sicherung einer guten Ausbildung, Stärkung der Sozialpartnerschaft und Erhöhung der Tarifbindung, Sicheres und gesundes Arbeiten, Arbeitsmarktintegration von benachteiligten Gruppen. Das Programm läuft zunächst bis 2019. Der Stand der Umsetzung war ein weiterer Schwerpunkt der heutigen Sitzung. Eine Bilanzierung und mögliche Fortschreibung der gemeinsamen Arbeit ist im Frühjahr 2019 geplant.

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) betreibt problemorientierte Grundlagenforschung, u.a. zu den Themen Bildung, Arbeit und Lebenschancen. Untersucht werden Entwicklungen, Probleme und Innovationschancen moderner Gesellschaften. Als außeruniversitäres Forschungsinstitut ist das WZB Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Gegründet wurde das WZB 1969 auf Initiative von Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen. Das WZB ist eine gemeinnützige GmbH. Zuwendungsgeber sind der Bund (75 Prozent) und das Land Berlin (25 Prozent). Weitere Informationen: www.wzb.eu

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