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Hinweise zur Bewilligung von Anträgen auf Zuwendungen aus Mitteln des Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen

Bei dem Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen können Zuwendungen zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft beantragt werden.

Gefördert werden Projekte und Einzelmaßnahmen freier gemeinnütziger Träger.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Zur Antragstellung ist ein Antragsformular erforderlich.

Das ausgefüllte Antragsformular senden Sie bitte unterschrieben, im Original, mit allen erforderlichen Anlagen an das

Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV)
Dezernat 53
Lipezker Straße 45
03048 Cottbus

Das Verfahren kann beschleunigt werden, wenn Sie eine Kopie des Antrages per Mail an den Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen behindertenbeauftragter@masgf.brandenburg.de senden.

Das LASV stellt vor der Bewilligung das Einvernehmen mit dem Beauftragten her. Er erbittet ggf. eine formlose Stellungnahme der kommunalen Behindertenbeauftragten

Die Antragsbearbeitung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs.

 

In welchem Zeitraum können das beantragte Vorhaben durchgeführt und die Mittel verwendet werden?

Beantragt werden können nur Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden.

Ausgaben, die vor dem Datum der Bewilligung liegen, sind nicht förderfähig. Wenn die Maßnahme bald durchgeführt wird, können Sie formlos zusammen mit dem Antrag den sog. „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ beantragen. Anträge können für einen Verwendungszeitraum bis längstens zum 31.12.2017 gestellt werden.

Welche Vorhaben können gefördert werden?

Die zu fördernden Maßnahmen sollen der Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft im Land Brandenburg dienen. Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe, es darf keinen Unterschied machen, ob ein Mensch mit oder ohne Beeinträchtigungen lebt.

Allgemein können zum Beispiel Maßnahmen mit folgenden Zielen gefördert werden:

  • wenn Kinder und/oder Erwachsene mit Behinderungen in ihren Rechten gestärkt werden, die Partizipationsfähigkeit gefördert  wird (Empowerment, Netzwerkbildung, Fortbildungen)
  • wenn die Selbstverständlichkeit des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderungen in Bereichen, in denen es bisher noch nicht ausreichend klappte, angestrebt und hergestellt wird. Wenn das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen im Gemeinwesen herbeigeführt oder verbessert wird,
  • wenn die Zugänglichkeit erhöht wird,
  • oder wenn Vorurteile über Menschen mit Behinderungen und Wissenslücken zu ihrer Lebenssituation und ihren Belangen abgebaut werden. Und daraus folgende Entwicklungsbedarfe in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erkennbar und bearbeitbar werden

Thematisch gibt es keine Einschränkungen. Grundsätzlich förderfähig wäre beispielsweise, wenn:

  • in einem Projekt Kinder, die in Braille-Schrift ausgebildet sind, Material-, Assistenz- und Fahrtkosten benötigen, um in Kitas blinden wie sehenden Kindern vorzulesen und aufzuzeigen, dass es vielfältige Arten gibt zu lesen, wenn die „Geheimschrift" erst mal gelernt wurde
  • Jugendliche Barrieren in ihrer Gemeinde identifizieren und registrieren wollen,
  • eine Organisation eine Fortbildung organisieren möchte, wie Menschen mit Behinderungen sich gegen Beleidigungen und Diskriminierungen wehren können,
  • ein Verein oder eine Beratungsstelle feststellt, dass Menschen mit Behinderungen die Angebote nicht nutzen, und als ersten Schritt ihre Webseiten technisch barrierefrei machen und eine Zusammenfassung als Video in Gebärdensprache bereitstellen möchten,
  • eine Initiative bemerkt, dass Geflüchtete mit Behinderungen nicht angemessen versorgt sind, und Lösungen bereitstellen möchte.
  • oder wenn ein Bedarf besteht Honorare für eine Übersetzung in Leichte Sprache, eine Recherche oder Expertise zahlen zu können.

 

Was kann gefördert werden?

Förderfähig sind Sachausgaben im Rahmen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zum Beispiel für:

  • Raummieten für extern anzumietende Räume, Technikkosten, Standmieten
  • Honorare für Referierende (unter Angabe von Stundensatz und Stundenzahl)
  • Kosten zur Herstellung und Sicherung der Zugänglichkeit
  • Reisekosten gemäß der Vorschriften des Bundesreisekostengesetzes (BRKG) im Zusammenhang mit Bildungsveranstaltungen
  • Kosten für barrierefreie Print- und Digitalerzeugnisse zur Information und Partizipation (Webseiten, Flyer, Plakate, Roll–up-Banner etc.)
  • Geringwertige Wirtschafts- und Verbrauchsgüter zur Durchführung von themenbezogenen Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderungen
  • Entschädigungen für tatsächlich entstandene Aufwendungen für ehrenamtliche Projektbeteiligte
  • Ausgaben für Übersetzungen in Leichte Sprache und Gebärdensprachdolmetscherleistungen
  • Fachliteratur

 

Nicht förderfähig sind:

  • Mietkosten für Räume, über die der Antragsteller selbst verfügt
  • Beiträge für freiwillige Versicherungen
  • Ausgaben für Verpflegung und Bewirtung
  • Verwaltungspauschalen
  • sonstige Pauschalen
  • Vorhaben, für die bereits eine andere Förderung aus Landesmitteln erfolgt oder vorgesehen ist

 

Wie wird abgerechnet?

Die Abrechnung erfolgt nach Vorgaben des Landesamtes für Soziales und Versorgung, die im Zuwendungsbescheid mitgeteilt werden. Erforderlich ist auch eine Tabelle der getätigten Ausgaben, aus der die Art der Ausgabe, der Betrag und das Datum ersichtlich sind. Der Zuwendungsempfänger muss die Ausgaben selbst tätigen, er darf die Mittel nicht an Dritte weiterreichen.

Ansprechpersonen:

Zuständig für Nachfragen zu den Fördervoraussetzungen, für die Entgegennahme und die Prüfung der Förderanträge sowie das Bewilligungsverfahren ist das LASV.

Sie haben Ideen, können aber noch nicht einschätzen, ob diese Inklusion ausreichend befördern? Dann beraten Sie sich gern auch mit Frau Zwink im Büro des Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen.

Frau Zwink, Tel.: 0331 866-5017
E-Mail: Behindertenbeauftragter@masgf.brandenburg.de