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10.03.2017Diana Golze: Frauen für Arbeit in der Politik begeistern | 041/2017

"Politik ist immer noch vor allem männlich. Damit das nicht so bleibt, müssen wir noch viel mehr Frauen für die Arbeit in der Politik begeistern. Demokratie lebt von Vielfalt und die braucht nun mal alle Geschlechter, Sichtweisen, Erfahrungen und Erwartungen gleichermaßen.“ Das sagte Frauenministerin Diana Golze heute in Strausberg auf der landesweiten Veranstaltung im Rahmen der vom Frauenpolitischen Rat organisierten Brandenburgischen Frauenwoche 2017. Diana Golze weiter: „Wir werden uns weiterhin für mehr Frauen in Führungspositionen und mit politischen Mandaten insbesondere auf kommunaler Ebene einsetzen. Aber natürlich geht es auch darum, den vergleichsweise höheren Anteil von Frauen bei längerer Arbeitslosigkeit oder bei unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigung abzubauen. Unser Ziel ist es, erfolgreiche Gegenstrategien zu den mehrheitlich weiblichen prekären Beschäftigungsverhältnissen zu entwickeln. Damit sich Armut nicht vererbt, brauchen vor allem alleinerziehende Frauen mit Kindern unsere Unterstützung.“

In den Parlamenten schwankt der Frauenanteil von 36,8 % im Deutschen Bundestag über 36,4 % im Brandenburgischen Landtag bis hin zu 23,3 % in den Gemeindevertretungen im Land Brandenburg. Diana Golze: „Gemessen am Anteil der Frauen an der Brandenburgischen Bevölkerung - dieser liegt bei ca. 51 %- bestimmen Frauen nicht in dem Maße die politischen Geschicke des Landes mit, wie sie es könnten. Das sollten wir ändern.“

Die Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe: „Das Motto der diesjährigen Brandenburgischen Frauenwoche “Frauen MACHT faire Chancen” trifft den Nerv der Frauen und Mädchen und legt den Finger in die Wunde. Denn machen wir uns nichts vor: Faire Chancen sind für Frauen und Mädchen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das betrifft auch ihr Wirken in der Politik. Da sind wir von einer gleichberechtigten Mitbestimmung durch Frauen zum Teil noch Lichtjahre entfernt. Erst wenn Politik nicht mehr hauptsächlich von Männern gemacht wird, wird es leichter, Frauenbelange gleichermaßen zu berücksichtigen. Vielleicht ändern sich damit auch die politischen Inhalte, zum Beispiel in Bezug auf unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung oder gleiche Bezahlung von Männern und Frauen.“

Das Brandenburger Frauenministerium unterstützt die Frauenwoche in diesem Jahr mit 50.000 Euro. Das sind 10.000 Euro mehr als in den Jahren zuvor.

Die Brandenburger Frauenwoche ist DIE Gelegenheit, die Öffentlichkeit auf Frauenbelange aufmerksam zu machen und für gleichstellungspolitische Themen zu sensibilisieren. Frauen, Frauenorganisationen und andere Akteure und Akteurinnen können sich präsentieren, Stärke zeigen, Projekte vorstellen, Kontakte knüpfen und Netzwerke bilden.

Seit 1991 organisieren engagierte Frauen, Gleichstellungsbeauftragte und Vertreterinnen von Mädchenarbeits- und Frauenverbänden die Brandenburger Frauenwoche, eine deutschlandweit einmalige Initiative rund um den Internationalen Frauentag am 8. März. Das Angebot reicht von Fachtagungen, Festveranstaltungen, politischen Diskussions- und Gesprächsrunden, Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen über Foto- und Kunstausstellungen, Lesungen sowie Theater- und Kabarettaufführungen bis hin zu interkulturellen Veranstaltungen.

Informationen sind abrufbar unter www.frauenpolitischer-rat.de/frauenwoche.

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