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09.03.2017Arbeitsministerin Golze startet ihre arbeitspolitische Tour im Landkreis Oder-Spree | 040/2017

In diesem Jahr ist die Arbeitspolitik das Schwerpunktthema der jährlichen Tour von Ministerin Diana Golze und Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt durch alle Landkreise und kreisfreien Städte. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Fachkräftesicherung, Gute Arbeit und die Integration von Geflüchteten in Arbeit stehen im Mittelpunkt ihrer arbeitspolitischen Tour, die Diana Golze heute im Landkreis Oder-Spree startete. In den kommenden Monaten werden Golze und Hartwig-Tiedt verstärkt mit Akteurinnen und Akteuren des Arbeitsmarktes über aktuelle Herausforderungen der Region sprechen, sich vor Ort über die Umsetzung von Förderprogrammen informieren und Betriebe besuchen. Diana Golze ist in diesem Jahr auch Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder.

Arbeitsministerin Diana Golze sagte: „In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg mehr als halbiert. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2016 lag bei 8,0 Prozent, das ist der niedrigste Wert seit der Wende. Immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger finden eine Beschäftigung. Aber von dieser guten Entwicklung profitieren leider noch nicht alle arbeitslosen Menschen gleichermaßen. Zwar ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesunken, aber ihr Anteil ist in Brandenburg immer noch sehr hoch. Hier müssen wir ansetzen. Jeder Mensch verdient eine Chance auf Arbeit. Und wir wollen gute, sichere und anständig bezahlte Arbeit. Im besonderen Fokus der Brandenburger Arbeitspolitik stehen Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Familienbedarfsgemeinschaften sowie die wichtigen strategischen Themenfelder Gute Arbeit, Aus- und Weiterbildung sowie Fachkräftesicherung.“

In Brandenburg sind aktuell 41.900 Menschen bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Damit gehören rund 40 Prozent von allen gemeldeten Arbeitslosen zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Im Kreis Oder-Spree sieht die Situation ähnlich aus: Von den insgesamt 7.750 Arbeitslosen sind 46 Prozent langzeitarbeitslos.

Diana Golze sagte weiter: „Viele Brandenburger Betriebe suchen Personal und melden immer mehr offene Stellen. Schon heute spüren sie den demografischen Wandel. Es gibt viele Stellen, die nicht besetzt werden können, weil es keine Bewerberinnen und Bewerber gibt. Und die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird weiter zurückgehen. Gleichzeitig kommen zunehmend Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt an. Sie gut in Arbeit zu integrieren, ist eine Chance, die wir auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung nutzen wollen.“

Auf der ersten Etappe der arbeitspolitischen Tour besuchte Arbeitsministerin Golze nach einem Gespräch mit Landrat Rolf Lindemann und Angelika Zarling, Geschäftsbereichsleiterin des kommunalen Jobcenters, zuerst die Reuther STC GmbH in Fürstenwalde/Spree. Der Betrieb ist ein vorbildliches Beispiel für die Integration von Geflüchteten. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat frühzeitig begonnen, Geflüchtete zu qualifizieren und fest anzustellen. Geschäftsführer Finn Melgaard wurde für sein besonderes Engagement bei der Integration von Geflüchteten unter anderem mit der Medaille des Landtages Brandenburg zur Anerkennung von Verdiensten für das Gemeinwesen ausgezeichnet.

Diana Golze erklärte: „Der schnelle Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist für die erfolgreiche Integration von Geflüchteten von großer Bedeutung. Voraussetzung dafür ist natürlich das Erlernen der deutschen Sprache. Gerade die Fachsprache in der Arbeitswelt ist eine große Hürde, die sich aber am besten in der Praxis überwinden lässt. Viele Geflüchtete sind hoch motiviert, lernen schnell. Ich freue mich darüber, dass immer mehr Brandenburger Unternehmen Menschen mit Migrationshintergrund einstellen. Die Erfahrungen sind positiv und zeigen, dass die anfänglichen Investitionen in Qualifizierung und Sprachunterricht sich in vielen Fällen schon nach kurzer Zeit für die Betriebe auszahlen. Denn ihr wirtschaftliche Erfolg hängt in hohem Maße von qualifiziertem Personal ab.“

Anschließend informierte sich Arbeitsministerin Golze in Fürstenwalde/Spree bei der Stiftung Bildung Handwerk Südost GmbH über die Umsetzung des Förderprogramms „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“. Das ist die größte Maßnahme des Arbeitsministeriums. Mit dieser Maßnahme werden besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose und Erwerbslose mit minderjährigen Kindern unterstützt. Sie werden von Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleitern betreut und mit individuell passenden Angeboten unterstützt, damit auch sie wieder in Arbeit kommen. Landesweit setzen 35 Projekte die Maßnahmen um – darunter die Stiftung Bildung Handwerk Südost GmbH, die allein über 100 Teilnehmende betreut, von denen bereits 20 den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit oder eine betriebliche Ausbildung geschafft haben. Für das Programm stehen bis zum Jahr 2020 insgesamt über 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Zum Abschluss der ersten Etappe besuchte Diana Golze das Projekt „(A)EiBA – (Allein)Erziehend in Beschäftigung durch Aktivierung“ in Fürstenwalde. Sie sagte: „Alleinerziehende sind stärker von Armut bedroht. Ihre Möglichkeiten zum Geldverdienen sind durch die Kinderbetreuung oft eingeschränkt. Deshalb sind Alleinerziehende häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen. Sie brauchen unsere besondere Unterstützung und spezielle Angebote.“

Ministerin Diana Golze und Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt führen seit 2015 jährlich eine politische Tour durch alle Landkreise und kreisfreien Städte durch: Die Schwerpunkthemen waren im Jahr 2015 die Integration von Geflüchteten und im Jahr 2016 die Pflege.

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