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16.02.2017Neue Leitlinien der Seniorenpolitik: Ergebnisse von Senioren-Umfrage vorgestellt | 024/2017

Eine Frau umarmt ihre Mutter. © absolut - Fotolia.com Neues Fenster: Bild - Beruf und Pflege - vergrößern © absolut - Fotolia.com

Auf dem Weg zu den neuen Seniorenpolitischen Leitlinien der Landesregierung ist eine weitere wichtige Etappe erreicht: Im Rahmen einer Dialogwerkstatt werden heute im Sozialministerium die Ergebnisse einer Befragung von Seniorinnen und Senioren vorgestellt und diskutiert, die in die künftige Seniorenpolitik einfließen sollen. Die Umfrage hat im Auftrag des Sozialministeriums der Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V. mit wissenschaftlicher Unterstützung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Fachhochschule Potsdam im Herbst 2016 durchgeführt. Über 250 Seniorinnen und Senioren wurden dabei befragt sowie 16 weitere Expertinnen und Experten interviewt.

Sozialministerin Diana Golze sagte zum Abschluss des Dialogs: „Wie wollen Brandenburgerinnen und Brandenburger im Alter leben? Das ist die zentrale Frage, der wir uns angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft stellen. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Seniorinnen und Senioren weiter zu verbessern. Entscheidend dafür ist, dass sich ältere Menschen aktiv und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben beteiligen und einbringen können. Mit den neuen Seniorenpolitischen Leitlinien, die alle Ressorts jetzt gemeinsam erarbeiten werden, schaffen wir dafür die notwendigen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse des intensiven Dialogs mit den Seniorinnen und Senioren bilden dafür die Grundlage.“

Zentrale Wünsche der Seniorinnen und Senioren laut der Umfrage sind u.a., solange wie möglich im vertrauten Wohnumfeld leben und dabei die Selbstständigkeit erhalten zu können, ein ausreichendes Angebot seniorengerechter und bezahlbarer Wohnungen, der Erhalt von Begegnungsmöglichkeiten und die Gewährleistung von Mobilität auch im ländlichen Raum.

Golze sagte: „Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren hat sich enorm gewandelt und ist bereits heute äußerst heterogen. Und die Vielfalt der Lebensentwürfe nimmt weiter zu. Dabei sind immer mehr Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter gesund und fit, wollen etwas erleben und aktiv gestalten. Sie wollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Mindestens ein Drittel aller Seniorinnen und Senioren in Brandenburg ist ehrenamtlich aktiv, zum Beispiel in Sport- und Kulturvereinen, Gemeinden und Seniorenbeiräten. Diese Potenziale wollen wir in Brandenburg noch stärker nutzen, aber auch die besonderen Probleme und Unterstützungsbedarfe der älter werdenden Generation berücksichtigen.“

Marion Köstler, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg e.V., erklärte zur Umfrage: „Die Seniorinnen und Senioren bewegen vor allem Handlungsfelder wie alternsgerechtes Wohnen, Mobilität, Gesundheitsversorgung und Pflege. Natürlich sehen sie, dass immer weniger junge Menschen immer mehr ältere Menschen versorgen müssen. Gleichzeitig wollen sie ihren Familien nicht zu Last fallen. Reicht das Einkommen im Alter aber aus, um den Lebensstandard halten zu können? Aber auch die Digitalisierung unserer Welt macht nicht vor älteren Menschen halt. Fahrkarten und Eintrittskarten können oft nur noch über das Internet gekauft werden. Um Zugang zu wichtigen Informationen und Dienstleistungen zu erhalten, müssen Senioren unterstützt und dafür begeistert werden, online zu sein und sich sicher im Netz zu bewegen. Sie wollen den Umgang mit neuen Medien lernen und die vielen Möglichkeiten des Internets natürlich auch als Chance für sich nutzen. Das alles spielt für die künftige Seniorenpolitik eine wichtige Rolle.“

Im Land Brandenburg leben über 567.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind rund 23 Prozent der Gesamtbevölkerung. Nach der „Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg 2014 bis 2040“ des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg werden im Jahr 2040 in Brandenburg voraussichtlich über 802.000 Menschen leben, die älter als 65 Jahre sind. Das wären dann rund 37 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Im Jahr 2007 hatte die damalige Landesregierung unter dem Titel „Alt werden im Land Brandenburg“ zum ersten Mal Leitlinien zur Seniorenpolitik entwickelt und sich damit eine programmatische Grundlage zur Gestaltung von Seniorenpolitik gegeben. Das erste Seniorenpolitische Maßnahmenpaket wurde im Mai 2011 beschlossen. Es beinhaltete 40 konkrete Maßnahmen und trug den Titel „Aktives Altern in Brandenburg“. Dieses Maßnahmenpaket lief 2014 aus. Die Fortschreibung der Seniorenpolitischen Leitlinien ist ein Ziel im Koalitionsvertrag der rot-roten Landesregierung.

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