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Für grenzenlose Gleichheit – Gemeinsame Perspektiven in der Gleichstellungspolitik in Polen und Brandenburg
Diskussion mit Monika von der Lippe (Gleichstellungsbeauftrage des Landes Brandenburg), Małgorzata Tarasiewicz (NEWW/Polska (Network of East-West Women) und Joanna Gwiazdecka (Leiterin des Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Warschau);  Übersetzung Dr. Holger Politt (Warschau, 2003 bis 2009 Leiter des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung Warschau) am 6. Juli 2016 in Potsdam.
Gemeinsame Veranstaltung der RLS Brandenburg mit dem RLS-Büro in Warschau

 

Bilanz der Brandenburgischen Frauenwoche 2016

Am Wochenende ist die 26. Brandenburgische Frauenwoche zu Ende gegangen. Mit vielen hundert Veranstaltungen im gesamten Bundesland hat sie wieder für drei Wochen die Themen Frauenrechte und Gleichstellung in die breite Öffentlichkeit gerückt. Monika von der Lippe, Landesgleichstellungsbeauftragte, zur Bilanz: „Die Brandenburgische Frauenwoche ist eine feste Institution. Ich danke allen Veranstalterinnen für ihre Ideen und ihr Engagement. Und ich danke den vielen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und für viele spannende Diskussionen. Im Rahmen der Frauenwoche habe ich an 18 Veranstaltungen teilgenommen, von Podiumsdiskussionen über Festveranstaltungen bis zur Eröffnung des ersten brandenburgischen Unternehmerinnenzentrums. Von Finsterwalde bis Fürstenwalde, von Falkensee bis Cottbus war ich im ganzen Land unterwegs. Ich habe mich sehr gefreut, mit so vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, denen die Frauenrechte am Herzen liegen. Dabei kamen sehr ernste Themen zur Sprache, etwa Gewalt gegen Frauen und der Wunsch nach einem schärferen Sexualstrafrecht, die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und Sorgen um die Gleichberechtigung von Flüchtlingsfrauen. Ich bin überwältigt vom großen Zuspruch zu diesen Themen.“

Die 26. Brandenburgische Frauenwoche stand unter dem Motto: „Frauengenerationen im Wechselspiel – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen.“ Zurecht, denn der Generationswechsel ist in vielen Frauenverbänden im Land Brandenburg ein wichtiges und sensibles Thema. Die Frauen, die kurz nach der Wende den Grundstein für viele Frauenprojekte im Land gelegt haben, geben nach und nach Verantwortung, Wissen und Erfahrungen weiter an eine jüngere Generation, die mit eigenen Ideen die Zukunft der Brandenburgischen Fraueninfrastruktur weiter gestalten wird. Während der Frauenwoche wurden verschiedene Beispiele für einen gelungenen Generationswechsel vorgestellt. Von der Lippe: „Ich habe viele engagierte Frauen aus verschiedenen Generationen kennengelernt und bin optimistisch, dass uns der Übergang gut gelingen wird. Dennoch wünsche ich allen Akteuren ein glückliches Händchen, denen der Generationswechsel noch bevorsteht.“

Eines ist aber während der Frauenwoche auch deutlich geworden: Frauenprojekte gibt es nicht aus sich heraus. Viel ehrenamtliche Zeit und Engagement und auch Geld sind notwendig, um die vielfältigen Unterstützungsstrukturen aufrecht erhalten zu können, von denen das gesamte Land profitiert. Die Landesregierung unterstützt deshalb regelmäßig die Brandenburgische Frauenwoche, Frauenhäuser und Frauen- und Mädchenprojekte im Land.

Gleichstellungspolitisch steht in wenigen Monaten das nächste Highlight bevor: Die Landesregierung wird noch vor der Sommerpause das neue Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm vorlegen und damit eine ganze Reihe von Maßnahmen, die die Benachteiligung von Frauen im Land beseitigen sollen. Ganz gemäß dem Motto der Suffragetten, die vor hundert Jahren in England das Frauenwahlrecht erkämpften: Taten statt Worte!
März 2016