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Förderung von Frauen und Kindern mit Flüchtlingsstatus

Bei den Stellen, die im Land Brandenburg Unterkünfte für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder zur Verfügung stellen, gehen immer mehr Anfragen von Flüchtlingsfrauen ein. Das erhöht die Anforderungen an die Anti-Gewalt-Strukturen des Landes. Die Betreiberinnen von Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und spezialisierten Beratungsangeboten haben bisher wenige Erfahrungen mit Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern.

Koordinierungsstelle Zufluchts-/Beratungsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder mit Flüchtlingsstatus

Mit dem Zuzug weiblicher Flüchtlinge nach Brandenburg sind auch der Bedarf und die Anforderungen an den Gewaltschutz gestiegen. Die Anfragen an die brandenburgischen Frauenhäuser durch gewaltbetroffene Frauen und Kinder mit Flüchtlingsstatus stellen diese angesichts der Komplexität der Materie, der zunehmenden Häufigkeit der Anfragen sowie kaum vorhandener Vorerfahrungen und Expertise vor enorme Herausforderungen.

Das Land Brandenburg weist jedem Landkreis/kreisfreien Stadt jährlich 62.500 Euro (gesamt 1.125.000 Euro) zur Unterstützung der Hilfsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen und deren  Kinder zu.

Durch Einrichtung einer gemeinsamen Koordinierungsstelle für alle Zufluchts- und Beratungsangebote (Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen, ambulante Beratungsangebote) für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder im Land Brandenburg kann Frauenhäuser und weitere Einrichtungen des Hilfesystems nicht nur besser vernetzen, sondern vor allem besser als bisher in die Lage versetzen, die Möglichkeiten vorhandener Hilfeangebote für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern – insbesondere auch von Frauen und Kindern mit Flüchtlingsstatus – effizient zu nutzen und sich fachlich weiterzuentwickeln. Für die Errichtung dieser Koordinierungsstelle stehen 2016 bis zu 37.500 Euro zur Verfügung.

Schwangerschaftsberatungsstellen und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

In Folge der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 25. Juni 2015 über die Förderung der Schwangerschaftsberatungsstellen der Caritas in Brandenburg[32] erhöht das Land die Förderung der katholischen Träger in 2016 um 234.700 Euro. Damit stehen in 2016 insgesamt 4.079.900 Euro im Einzelplan des MASGF zur Förderung von Schwangerschaftsberatungsstellen und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen zur Verfügung. Von diesem Angebot profitieren auch Flüchtlingsfrauen.

Stand: Oktober 2016



[32] Siehe Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 25.06.2015: „Öffentliche Förderung für Schwangerenberatungsstellen der Caritas in Brandenburg (http://www.bverwg.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung.php?jahr=2015&nr=54)