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Ehrenamtliches Engagement, Willkommenskultur und Öffnung der Gesellschaft

Überall im Land haben sich ehrenamtliche Willkommensinitiativen gegründet, die sich auf vielfältige Art für Flüchtlinge und Asylsuchende engagieren. Sie unterstützen beim Erlernen der deutschen Sprache, bieten Sport- und andere Freizeit-Aktivitäten an, helfen beim Reparieren von Fahrrädern, organisieren Willkommens-Veranstaltungen und vieles mehr. Ihre Arbeit ist eine wichtige Säule bei der Integration von geflüchteten Menschen in Brandenburg.

Im Integrationsprozess spielen zivilgesellschaftliche Akteure eine hervorgehobene Rolle. Die Landesregierung wird dieses Engagement und auch die Arbeit von ehrenamtlich Tätigen weiter unterstützen und ausbauen. Im Nachtragshaushalt 2016 wurden zusätzlich 986.200 Euro für diese Arbeit eingestellt, so dass in 2016 insgesamt 1.831.600 Euro für Zuschüsse für laufende Zwecke an freie Träger zur Verfügung stehen.

Einen Überblick über Förderungs- und Fortbildungsangebote bietet die neue Broschüre „Unterstützung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“, die das MASGF im September 2016 veröffentlicht hat. Die Broschüre kann kostenfrei auf der Internetseite www.masgf.brandenburg.de bestellt werden.

Förderung von Willkommensinitiativen

Die Landesregierung fördert dieses ehrenamtliche Engagement seit August 2015. Von September bis Dezember 2015 wurden vom MASGF 130 Anträge mit einer Gesamtsumme von rund 115.000 Euro bewilligt. In 2016 sind für die Förderung der Willkommensinitiativen im Haushalt der Integrationsbeauftragten 160.000 Euro veranschlagt. Die Fördersumme, die jede Initiative pro Jahr beantragten kann, wurde im Juli 2016 von 1.500 auf 2.000 Euro aufgestockt. Bis Ende September 2016 wurden 93 Anträge mit einem Volumen von insgesamt rund 96.000 Euro bewilligt.

Fortbildungsangebote für ehrenamtliche Tätige

Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche sind notwendig, damit diese einerseits qualifizierte Unterstützung leisten können und andererseits selbst Hilfe für das eigene ehrenamtliche Handeln erhalten. In 2015 wurde ein Fortbildungsprogramm für ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätige mit 55.000 Euro gemeinsam von der Integrationsbeauftragten des Landes, der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Landespräventionsbeauftragten gefördert. Insgesamt wurden 60 Basismodule und 18 Aufbaumodule durchgeführt. Vermittelt wurden u.a. Grundlagen über Flucht und Asyl, den sensiblen Umgang mit Menschen aus anderen kulturellen und sozialen Milieus, Zusammenarbeit mit Fachkräften, Umgang mit persönlicher Überforderung, Versicherungsfragen. Die Nachfrage nach bedarfsgerechten Fortbildungen vor Ort ist weiterhin sehr hoch. Das Förderprogramm wird daher im Jahr 2016 weitergeführt und durch den Nachtragshaushalt 2016 um weitere 60.000 Euro zur Fortbildung von Ehrenamtlichen aufgestockt. Seit Anfang September 2016 werden zusätzlich Wochenendseminare für Ehrenamtliche angeboten, die die Themen „Selbstfürsorge im Ehrenamt“ und „Deutsch als Fremdsprache lehren“ in den Mittelpunkt stellen.

Dialog mit der Zivilgesellschaft

Im Rahmen der Dialog-Veranstaltungen mit der Zivilgesellschaft sind in diesem Jahr zwei Treffen mit Willkommensinitiativen durchgeführt worden: Das erste Dialog-Forum „Integration und Ehrenamt“ hat am 30. Juni 2016 in Wittstock[25] stattgefunden, das zweite Dialog-Forum am 8. Oktober 2016 in Luckenwalde[26]. Thematisch stand die Verbesserung der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen im Fokus. Teilgenommen haben u.a. Ministerpräsident Dietmar Woidke, Sozialministerin Diana Golze und Brandenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier.

Unterstützung landesweiter Integrationsakteure

Dem Zuzug der hohen Zahl von Flüchtlingen müssen verstärkte Integrationsbemühungen des Landes folgen. Dieser Prozess wird durch Fördermittel des MASGF bzw. der Integrationsbeauftragten des Landes gefördert. Dazu gehören Zuwendungen an Initiativen und Vereine, die auf die Verständigung zwischen Deutschen und Nichtdeutschen hinwirken, die Förderung der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA), der Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. und der Migrantenorganisationen.

Stand: Oktober 2016



[25] Pressemitteilung der Stk vom 30.06.16: „Woidke würdigt ehrenamtliche Integrationshelfer – Eingliederung von Flüchtlingen gelingt immer besser“ (http://www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php?gsid=bb1.c.449609.de)

[26] Pressemitteilung der Stk vom 08.10.16: „Woidke: „Integration ist ein Gemeinschaftsprojekt“ – 2. Dialog-Forum „Integration und Ehrenamt“ in Luckenwalde“ (http://www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php?gsid=bb1.c.462368.de)