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Integration – eine Querschnittsaufgabe

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die der Bund, das Land und die Kommunen nur gemeinsam meistern können. Und Integration muss noch viel stärker als Querschnittsaufgabe verstanden und ausgestaltet werden. Interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur stellen die Grundlage einer erfolgreichen Integrationspolitik dar.

Alle Handlungsfelder unserer Gesellschaft müssen bei der Integration von Flüchtlingen mit einbezogen werden: Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Sicherheit, Gesundheit, Infrastruktur, Sport und Kultur. Die verschiedenen Ebenen wie Bund, Land und Kommunen sowie die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure dieser Handlungsfelder müssen einbezogen werden und gemeinsam daran mitwirken.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

Frau Dr. Doris Lemmermeier ist seit Januar 2013 die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg. Die Integrationsbeauftragte ist im MASGF in der „Stabsstelle Landesbeauftragte“ organisatorisch angesiedelt.

Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Beratung der Landesregierung in allen migrationspolitischen Angelegenheiten. Dazu gehören Grundsatzangelegenheiten der Integrations- und Zuwanderungspolitik genauso wie Angelegenheiten der aufenthalts-, asyl- und migrationspolitischen Gesetzgebung.

Schwerpunkte ihrer Arbeit sind der Abbau von Integrationshemmnissen und Diskriminierungen, die Förderung der gesellschaftlichen Partizipation von Zuwanderern, die Förderung von Initiativen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie für interkulturelle Verständigung. Außerdem unterstützt sie die Integrations- und Flüchtlingsarbeit freier Träger. Die Förderung des Ehrenamts in der Flüchtlingsarbeit ist ein weiteres wichtiges Anliegen.

Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Landesintegrationsbeirates. Außerdem ist sie beratendes Mitglied der Härtefallkommission des Landes Brandenburg, die in Einzelfällen prüft, ob dringende humanitäre oder persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in Deutschland ausnahmsweise rechtfertigen. Die Integrationsbeauftragte bringt auch selbst Fälle in die Kommission ein. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Antidiskriminierungsarbeit.

Die Integrationsbeauftragte setzt sich für ein gleichberechtigtes und auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben von Brandenburger Bürgerinnen und Bürgern und den hier lebenden Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Religion ein. Sie fördert im Rahmen des Handlungskonzeptes Tolerantes Brandenburg eine Vielzahl von Projekten zum Abbau von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sowie zur interkulturellen Verständigung. Darüber hinaus arbeitet sie im landesweiten „Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ mit.

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit,
Frauen und Familie des Landes Brandenburg
Dr. Doris Lemmermeier
Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg
Stabsstelle Landesbeauftragte
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S
14467 Potsdam

Telefon: 0331 866-5015,
Fax: 0331 275 48-5013

E-Mail: Integrationsbeauftragte@masgf.brandenburg.de
Internet: http://www.integrationsbeauftragte.brandenburg.de  

Koordinierungsstelle im MASGF

Im MASGF wurde im Jahr 2015 eine Koordinierungsstelle zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Asylsuchenden und ausländischen Flüchtlingen eingerichtet. Die Geschäftsstelle ist im MASGF im Referat 25 „Zuwanderung, Integration“ integriert.

Die Koordinierungsstelle ist die zentrale Ansprechpartnerin in der Landesverwaltung für die Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in allen flüchtlingspolitischen Fragen, die sie mit der Landesregierung abstimmen wollen. Damit können sich die Kommunen bei grundsätzlichen und komplexen Fragestellungen, bei denen mehrere Ressortzuständigkeiten gegeben sind, an die Koordinierungsstelle wenden und müssen nicht an jedes einzelne Ressort herantreten. Die Koordinierungsstelle wird die Anliegen an die zuständigen Stellen innerhalb der Landesregierung weiterleiten und auf eine Lösung hinwirken. Sie steht darüber hinaus den kommunalen Spitzenverbänden, Wohlfahrtsverbänden und ehrenamtlichen Initiativen als vermittelnde Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Zu den Aufgaben gehört außerdem die Koordinierung aller Ressorts in flüchtlingspolitischen Fragestellungen in Fällen ressortübergreifender Zuständigkeiten.

Kontakt

Geschäftsstelle der Koordinierungsstelle zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen
Referentin
Andrea-Maria Petrlić-Woelke
Telefon: 0331 866-5271

E-Mail: koordinierungsstelle-fluechtlinge@masgf.brandenburg.de
Internet: www.masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.407387.de

IMAG Integration

Um die Potentiale aller Ressorts der Landesregierung für die Integrationsarbeit zu erschließen und zu bündeln, ist die bestehende Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) „Verteilung“ in die IMAG „Integration“ umgewandelt worden. Die unter Leitung des MASGF stehende IMAG „Integration“ tagt seit Anfang des Jahres regelmäßig und wird vorrangig die Weiterentwicklung des Landesintegrationskonzeptes begleiten.

Überarbeitung des Landesintegrationskonzeptes

Das aktuelle Landesintegrationskonzept mit dem Titel „Zuwanderung und Integration als Chance für Brandenburg“ wurde am 18. März 2014 im Kabinett der Landesregierung vorgestellt und anschließend dem Landtag zugeleitet.

Das Konzept wurde unter Federführung des MASGF erarbeitet. Neben allen Ministerien und der Staatskanzlei wurden der Landesintegrationsbeirat sowie alle weiteren wichtigen Akteure aus der Integrationsarbeit beteiligt.

In sieben Handlungsfeldern nennt das 78-seitige Konzept die wichtigsten Ziele und Aktivitäten zur Zuwanderungs- und Integrationspolitik im Land Brandenburg. Die sieben Handlungsfelder „Interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur“, „Überwindung von Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus“, „Bildung“, „Berufliche Perspektiven“, „Gesundheitliche Versorgung“, „Zeitgemäße Asyl- und Flüchtlingspolitik“ und „Gesellschaftliche Teilhabe“ sind mit konkreten Zielen und Aktivitäten untersetzt.

Das erste Landesintegrationskonzept wurde 2002 erstellt und 2005 überarbeitet. Brandenburg war eines der ersten Länder, das ein solches Konzept entwickelt hatte.

Die aktuelle Entwicklung in der Flüchtlingspolitik und die immer größer werdenden Herausforderungen an die Integrationspolitik macht eine Überarbeitung und auf die neue Situation angepasste Weiterentwicklung des Landesintegrationskonzeptes notwendig. Das MASGF erarbeitet gegenwärtig in Abstimmung mit den anderen Ressorts einen Entwurf für ein aktualisiertes Landesintegrationskonzept, der als Diskussionsgrundlage für den folgenden Dialog mit den Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Sozialpartnern dienen kann.

Stand: Oktober2016