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Stadt Cottbus

Es ist mir als Jurymitglied eine große Freude, Ihnen nunmehr den anderen Preisträger des ersten Platzes im diesjährigen Landeswettbewerb zu präsentieren und auf die Bühne zu bitten.

Die Gemeinde legte umfangreiche Bewerbungsunterlagen vor, die ein anschauliches Bild der Aktivitäten für Familien und Kinder vor Ort zeichneten. Es gibt dort eine gut ausgebaute Infrastruktur für Familien, von der Kita über die Schule bis zur Vereinslandschaft. Etwa ein Viertel der Einwohnerinnen und Einwohner sind Mitglieder in den verschiedensten Vereinen. Es gibt ein Lokales Bündnis für Familien, Eltern-Kind-Zentrum, Familienzentren und ein Mehrgenerationenhaus. Alles, was man so für ein familienfreundliches Umfeld braucht.

Bei dessen Gestaltung werden die Kinder und Jugendlichen über regelmäßig stattfindende Konferenzen einbezogen. Die in diesen Veranstaltungen entwickelten Ideen fließen dann in die Planung der Gemeinde ein. So gibt es nicht nur eine ausgeprägte Haltung „Wir machen etwas für eine bestimmte Zielgruppe.“, sondern auch eine Kultur der Einbeziehung und Beteiligung, so dass man sagen kann: „Wir machen etwas für Kinder und Jugendliche mit Kindern und Jugendlichen“. Dieses partizipative Element war ein weiterer Pluspunkt der Bewerbung.

Dass sich nicht nur die Stadtverwaltung um Familienfreundlichkeit bemüht und dies in einem Leitbild festgeschrieben hat, sondern auch die im Ort ansässigen Unternehmen sich dieses Image auf die Fahnen geschrieben haben, passt gut ins Bild und zeigt, dass das Thema des Wettbewerbs von breiten Schultern getragen wird. Sicher soll dadurch auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung geleistet werden, die auch in der Preisträgergemeinde knapper werden. Der heute bereits erwähnte demografische Wandel zeichnet sich auch dort ab. Diesen nicht nur geschehen zu lassen, sondern aktiv zu gestalten, ist Gegenstand eines laufenden Bundesmodellprojektes zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Gemeinde.

Ein Wettbewerb sollte nicht vom „grünen Tisch“ aus entschieden werden, so dass es galt, den guten Eindruck bei der Besichtigung vor Ort zu bestätigen. Ein Blick auf den von der Gemeinde hierfür vollgepackten Ablaufplan des 3-Stunden-Termins zeigt, dass diese Herausforderung erkannt wurde. Es war eine Mischung aus Präsentation im Rathaus und mehreren Besuchen in Familieneinrichtungen im Stadtgebiet. In den Einrichtungen konnte sowohl die räumliche Situation begutachtet als auch das Engagement der dort tätigen Personen spürbar erlebt werden. Dass dabei nicht nur Vorzeigeobjekte präsentiert wurden, sondern Probleme sozialer Brennpunkte offengelegt wurden, sprach für eine authentische Darstellung der Gegebenheiten vor Ort. Bei diesem „Parforceritt“ durch den eng gestrickten Zeitplan wurde sogar das Tempolimit überschritten und dieser Verstoß durch ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro geahndet. Aber letztlich kam man wohlbehalten wieder im Rathaus an und hatte viele neu gewonnene Eindrücke zu verarbeiten. Letztlich konnte der gute Eindruck aus den Bewerbungsunterlagen bestätigt werden.

Sicher hat sich die Gemeinde, die eine Stadt im Süden Brandenburgs ist, bereits aufgrund der Beschreibung erkannt. Sie war 1995 Ausrichter der Bundesgartenschau und ist eines von vier Oberzentren im Land  Brandenburg mit knapp 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Ich gratuliere ganz herzlich der Stadt Cottbus zum 1. Platz im diesjährigen Wettbewerb „Familien- und Kinderfreundliche Gemeinde“ und darf die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt auf die Bühne bitten.

Herzlichen Glückwunsch!

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