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Stadt Hennigsdorf

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Entscheidung, den ersten Platz in diesem Wettbewerb zweimal zu vergeben, ist auf den ersten Blick vielleicht überraschend.
An der Vergabe von zwei ersten Plätzen können Sie aber erkennen, dass die Jury es sich bei ihrer Meinungsbildung wirklich nicht leicht gemacht hat und im Ergebnis zwei sehr gute Bewerbungen gleichrangig würdigt.

Die erste Kommune, die auf Platz 1 steht, hat die Ausrichtung auf Familien- und Kinderfreundlichkeit mit einem Beschluss ihrer Stadtverordnetenversammlung verbindlich festgelegt.
Zuvor hat die Stadt einen freiwilligen Auditierungsprozess durchlaufen.
An der Zielfindung wurden Familien und Akteure beteiligt.

Unter dem Wettbewerbsaspekt der Chancengerechtigkeit und Teilhabe sticht die von der Stadt geförderte Sozialarbeit an Grundschulen und in der Jugendarbeit hervor.
Hier wird  Unterstützung in unterschiedlichsten Lebenslagen geleistet  – es gibt Sozialkompetenztraining, Anti-Mobbing-Projekte, Kreativ-AGs, Freizeit- und Ferien­projekte – und nicht zu vergessen auch Elternarbeit in Form sogenannter „Elterncafés“.

Mit der in diesem Jahr begonnenen Quartiersarbeit in einem Stadtviertel, das überwiegend von sozial benachteiligten, kinderreichen Familien bewohnt wird, setzt sich dieses kommunale Engagement fort.
In Zusammenarbeit mit einer Fachhochschule wurden die Bewohnerinnen und Bewohner danach gefragt, was sich in ihrem Viertel verändern soll.

Zunächst einmal ergab die Befragung, dass die meisten Eltern – von denen übrigens die Hälfte einen Migrationshintergrund hat – sich ein besseres Leben für ihre Kinder wünscht! Es wurde beschlossen, den Spielplatz zu erneuern, einen Bolzplatz einzurichten und Sanierungsmaßnahmen in den Wohngebäuden vorzunehmen.

Der Spielplatz wird unter Beteiligung der Bewohner bis Jahresende erneuert. Mit dem Wohnungsbauunternehmen wurde verabredet, dass die Treppenaufgänge in Eigenleistung von den Bewohnern gestrichen werden können – und einen Bolzplatz für die Kinder im Viertel soll es demnächst auch geben.

Zu den Zielen, die vorrangig verfolgt werden gehört auch die Unterstützung von familienrelevanten Netzwerken.

Die Stadt beteiligt sich aktiv am Netzwerk Gesunde Kinder und am Netzwerk frühe Hilfen. Es gibt ein neu gegründetes Pflegenetzwerk und eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe zur Familienpolitik im Rathaus.

Kinder,  Jugendliche und auch die älteren Familienmitglieder  werden in diese Arbeit aktiv einbezogen  -  sei es über den Jugend- oder den Seniorenbeirat oder die jährlich stattfindende Kinderkonferenz   - für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, bei der die Kinder Ideen für ihre „Traumstadt“ einbringen können.

So wird Partizipation praktiziert, wenn auch nicht jeder Traum verwirklicht werden kann.

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