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13.11.2015Neue Broschüre zu Mutterschutz und Elternzeit /
Arbeitsministerin Golze: Familienfreundliche Angebote in Betrieben wichtig für Fachkräftesicherung | 171/2015

Neue Praxishilfe für Betriebe zum Thema Familienfreundlichkeit: Wie Mutterschutz und Elternzeit im Unternehmen leichter umgesetzt werden können, erklärt eine neue Broschüre der „Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit“. Zur Veröffentlichung sagte Arbeitsministerin Diana Golze heute in Potsdam: „Familienfreundliche Angebote werden für Betriebe im Wettbewerb um Fachkräfte immer wichtiger. In Brandenburg gibt es viele hervorragende Beispiele für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die neue Broschüre stellt gute Lösungen aus der Praxis vor. Nachahmen ist ausdrücklich erwünscht.“

Die Broschüre wurde von der „Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit“ (SAE) in der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) erstellt. Sie gibt Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern einen Überblick zu den gesetzlichen Regelungen zu Mutterschutz, Elternzeit und zum neuen ElterngeldPlus. Außerdem bietet sie eine Vielzahl von praktischen Tipps, Anregungen und Ideen für individuelle Vereinbarkeitslösungen im Betrieb vom Zeitpunkt der Bekanntgabe der Schwangerschaft bis zur Rückkehr der Eltern in das Unternehmen. Praxisbeispiele von Brandenburger Unternehmen, wie der VCAT Consulting GmbH aus Potsdam oder „Ihre kleine Backstube“ aus Bergholz-Rehbrücke, zeigen, wie eine familienbewusste Personalpolitik erfolgreich umgesetzt werden kann.

Arbeitsministerin Diana Golze sagte: „Junge Mütter und Väter möchten nach der Geburt Zeit für die Betreuung ihres Kindes haben und dafür vorübergehend ganz oder teilweise ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen. Die Elternzeit bietet ihnen diese Möglichkeit. Auch wenn es besonders für kleine Betriebe zunächst eine große Herausforderung darstellt, wenn Beschäftigte eine Familie gründen und durch Mutterschutz oder Elternzeit für eine längere Zeit ausfallen, gibt es viele Möglichkeiten, das zu bewältigen. Betriebe sollten diese Zeit gemeinsam mit den werdenden Müttern und Vätern gut planen und organisieren. Allen Unternehmen muss bewusst sein, dass sie die Herausforderungen des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Fachkräfteproblematik in Brandenburg nur mit familienfreundlichen Rahmenbedingungen meistern können. Denn junge Familien gehen dorthin, wo sie gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorfinden.“

Der Geschäftsführer der ZukunftsAgentur Brandenburg Dr. Steffen Kammradt betonte: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Thema für Brandenburger Firmen. Das zeigt die starke Nachfrage nach Beratung bei unserer Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit. Unternehmen stehen heute im Wettbewerb um Fachkräfte. Wer die besten Konzepte hat, gewinnt. Hier punkten Unternehmen, die eine familienfreundliche Personalpolitik bieten. Sie fördern Motivation, Unternehmensbindung und Attraktivität ihres Betriebes. Das kommt allen Seiten zugute – Beschäftigten, Unternehmen und dem gesamten Standort.“

Das Potsdamer Unternehmen VCAT Consulting, ein IT-Dienstleister und Softwareentwickler für das Internet sowie für die Entwicklung und den Vertrieb der VCAT-Plattform, bietet seinen 14 Beschäftigten unter anderem diese familienfreundlichen Maßnahmen: Verschiedene Teilzeitmodelle und die Möglichkeit zur Gleitzeitarbeit, eine Unterbrechung der Arbeitszeit z.B. für Arztbesuche mit den Kindern ist nach Absprache möglich, mobile Telearbeit, familienorientierte Urlaubsplanung sowie Sonderurlaub bei familiären Anlässen.

Das Unternehmen „Ihre kleine Backstube“ in Bergholz-Rehbrücke unterstützt ihre 12 Beschäftigten unter anderem mit folgenden Maßnahmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Flexible Arbeitszeiten nach Absprache, Arbeitszeitkonten bei halbjährlichem Ausgleich, fester Betriebsurlaub im Sommer während der Ferienzeit, Sonderzahlungen an die Mitarbeiter (Geburt, Geburtstage, Jugendweihe von Kindern der Beschäftigten), Nutzung eines Eltern-Kind-Büros zur Überbrückung von Schließzeiten der Kita sowie Betriebsfahrten an die Ostsee.

Die Elternzeit soll ermöglichen, dass beide Eltern ihr Kind von Beginn an selbst betreuen und erziehen können. Mütter und Väter haben einen rechtlichen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Sie können auch einen Teil der Elternzeit (bis zu 24 Monate) auf den Zeitraum bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres übertragen. Auch eine Teilzeittätigkeit in der Elternzeit von bis zu 30 Wochenstunden ist möglich. Während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis, nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr an den Arbeitsplatz.

Die SAE wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln gefördert. Sie ist in der ZukunftsAgentur Brandenburg im Bereich „ZAB Arbeit“ angesiedelt. Die SAE ist telefonisch zu erreichen unter: (0331) 70 44 57 20.

Weitere Informationen im Internet unter www.arbeitswelt-elternzeit.de.

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