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16.10.2015Diana Golze: Ausbildung in Brandenburg bietet Chancen für alle | 157/2015

Im Rahmen der 1. Schwerpunktwoche der Brandenburgischen Ausbildungsoffensive „Brandenburg will Dich! Hier hat Ausbildung Zukunft.“ hat Arbeits- und Sozialministerin Diana Golze heute das „Hotel am Großen Waisenhaus“ in Potsdam besucht und an einer öffentlichen Gesprächsrunde zum Thema Ausbildung teilgenommen. Im „Hotel am Großen Waisenhaus“, das unter Beteiligung der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ gegründet worden ist, finden junge Frauen und Männer Ausbildung und Beschäftigung, die bisher noch nicht den Einstieg ins Berufsleben geschafft haben. Benachteiligte, auch schwerbehinderte Jugendliche, werden hier besonders gefördert.

Diana Golze: „Ich begrüße es sehr, dass immer mehr Arbeitgeber auch jungen Menschen mit Behinderungen ein Praktikum oder eine Ausbildung in ihren Betrieben anbieten. Es ist eine besondere Stärke des dualen Ausbildungssystems, dass es für Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen Zugänge und Entwicklungswege eröffnet. Unsere mittelständische Wirtschaft lebt von seinen gut ausgebildeten Fachkräften, rund 60 Prozent der freien Stellen setzen eine Berufsausbildung voraus und nur 20 Prozent einen akademischen Abschluss.“

Im Zentrum der heutigen Diskussion mit Auszubildenden aus Potsdam sowie den Landkreisen Havelland und Elbe-Elster standen Fragen wie: Wie erleben Auszubildende ihre Ausbildung? Welche besonderen Herausforderungen sind dabei zu meistern? Wie können Betriebe einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf unterstützen?  Diana Golze: „So engagierte junge Leute kennenzulernen macht Mut und ich freue mich sehr, dass sie in gar nicht allzu ferner Zeit ihre Frau und ihren Mann stehen als Fachverkäuferin in einer Fleischerei, als Maler und Lackierer in einem Restaurationsbetrieb oder als Maurer bei einem Bauunternehmen. Ich wünsche den jungen Menschen viel Erfolg für ihren weiteren beruflichen Werdegang.“

Das Land Brandenburg fördert seit 2012 die betriebliche Ausbildung von jungen Menschen mit Schwerbehinderung in besonderer Weise über eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem MASGF, der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Berlin-Brandenburg und dem Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) sowie über ein Sonderprogramm INKLUSIVE AUSBILDUNG UND ARBEIT des Integrationsamtes. In den letzten drei Jahren konnten bereits rund 80 neue betriebliche Ausbildungsstellen geschaffen werden.

Diana Golze: „Für mehr als zwei Drittel der Betriebe wurde eine Übernahme der Azubis in Aussicht gestellt. Das spricht für die Qualität der Ausbildung und die besonderen Fähigkeiten der Jugendlichen mit Handicap. Es ist durchaus auch eine Frage der Einstellung, jungen Menschen mit einer Schwerbehinderung eine Chance auf eine Ausbildung und im Anschluss auf einen Arbeitsplatz zu geben. Jährlich verlassen in Brandenburg rund 1.500 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Regel- und Förderschulen, die wenigsten beginnen jedoch eine betriebliche Ausbildung. Hier wird viel Potenzial verschenkt, denn junge Menschen mit Handicaps haben verschiedene Fähigkeiten und Stärken, von denen Unternehmen profitieren können. Sie gewinnen nicht selten motivierte und loyale Fachkräfte.“

Noch bis 2016 können Ausbildungsverträge für junge Menschen mit Schwerbehinderung mit bis zu 10.000 Euro über das Integrationsamt gefördert werden. Für die Übernahme in eine unbefristete Anschlussbeschäftigung werden Arbeitgeber mit bis zu 20.000 Euro unterstützt. Informationen zu möglichen Zuschüssen erhalten Sie über die Bundesagentur für Arbeit und über das Integrationsamt des LASV in Cottbus sowie in den Außenstellen in Frankfurt (Oder) und Potsdam.

Doch auch für Jugendliche mit anderweitigen Unterstützungsbedarfen gibt es vielfältige Angebote durch die Bundesagentur für Arbeit und das Land Brandenburg. Mit der neuen Ausbildungsrichtlinie „Programm zur qualifizierten Ausbildung im Verbundsystem“ (PAV) fördert das Land mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds unter anderem Prüfungsvorbereitung, die Vermittlung von Zusatzqualifikationen sowie Erfahrungsaustausche für das betriebliche Ausbildungspersonal und für Auszubildende, um beispielsweise vorzeitigen Vertragslösungen entgegen zu wirken. Diana Golze: „Knapp 30 Prozent der Auszubildenden in Brandenburg beenden ihre Ausbildung vorzeitig. Diese hohe Zahl zeigt, dass wir den Jugendlichen noch stärker zeigen müssen, dass sie mit Schwierigkeiten nicht allein gelassen werden und auch die Betriebe bei der Problemlösung unterstützen. Wir haben heute tolle Beispiele kennengelernt, wie sich Ausbildungsbetriebe für ihre Auszubildenden einsetzen und echte Chancen geben – zum Nutzen beider Seiten!“

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