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16.10.2015Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut - Sozialministerin Golze: Armut entschlossen bekämpfen | 156/2015

Zum morgigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut sagt Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze heute in Potsdam: „Armut und ihre Folgen müssen entschlossen bekämpft werden. Auch in Brandenburg leben viele Menschen seit langem in Armut. Kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose sind besonders betroffen. Ihre Chancen zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben müssen wir deutlich verbessern. Die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land ist gut, die Arbeitslosigkeit geht deutlich zurück. Daran sollen alle Menschen teilhaben können. Beschäftigung und gute Löhne sind wichtige Schlüssel, um Armut zu überwinden.“

Sozialministerin Golze hat die Brandenburger Initiative „Starke Familien – Starke Kinder“ - Runder Tisch gegen Kinderarmut ins Leben gerufen. In dem breit angelegten Dialog werden Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Initiativen, Vereinen, Kommunen, Politik, Verwaltung und anderen Institutionen, aber auch betroffene Kinder und Familien beteiligt. Gemeinsam sollen aus den unterschiedlichsten Perspektiven Erkenntnisse und Erfahrungen gebündelt werden, um aufzuzeigen, welche Bedürfnisse Kinder aus prekären Lebensverhältnissen haben und wie hierauf Gesellschaft und Politik reagieren können. So sollen praktische Maßnahmen entwickelt werden, um Benachteiligungen zu vermeiden und Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen.

Am 12. November 2015 findet dazu der öffentliche Start der Initiative „Starke Familien – Starke Kinder“ - Runder Tisch gegen Kinderarmut mit einer Veranstaltung im Rathaus der Stadt Brandenburg an der Havel statt.

Golze: „Unser Ziel ist mehr Chancengerechtigkeit im Land Brandenburg. Das gilt besonders auch für Kinder und Jugendliche. Armutsfolgen sind gerade für Kinder ein bedrückendes Problem. Sie erfahren schon sehr früh eine soziale Ausgrenzung, leiden unter Benachteiligungen in der Gesundheit, in der Bildung und später beim Übergang in das Erwerbsleben. Kein Kind darf in dieser Armutsfalle stecken bleiben. Jedes Kind muss die gleichen Start- und Entwicklungschancen haben – und zwar unabhängig von der Einkommenssituation seiner Eltern.“

Nach der Sozialberichterstattung der statistischen Ämter liegt Brandenburgs sogenannte Armutsgefährdungsquote gemessen am Bundesdurchschnitt bei 16,9 Prozent (Deutschland: 15,4, Ost: 19,2). Besonders betroffen sind Erwerbslose und Alleinerziehende: fast 65 Prozent der arbeitslosen Menschen und fast jede zweite Familie Alleinerziehender sind in Brandenburg von materieller Armut bedroht. In Deutschland gelten Menschen dann als armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus galten in Deutschland im Jahr 2014 beispielsweise Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 917 Euro und Familien mit zwei Kindern mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 1.926 Euro als armutsgefährdet.

1992 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum internationalen Tag für die Beseitigung der Armut. In diesem Jahr steht der Gedenktag unter dem Motto „Eine nachhaltige Zukunft errichten: Zusammenkommen, um Armut und Diskriminierung ein Ende zu setzen“.

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