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14.06.2015Sozialministerin Golze: Hilfe für verschuldete Menschen durch gute Beratung in Brandenburg | 082/2015

Die kommunale Schuldnerberatung und die vom Land Brandenburg verantwortete Verbraucherinsolvenzberatung bieten Unterstützung für in finanzielle Not geratene Menschen. Darauf wies Sozialministerin Diana Golze vor der bundesweiten Aktionswoche zur Schuldnerberatung hin, die die „Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände“ vom 15. bis zum 19. Juni veranstaltet. Golze sagte: „Betroffene sollten keine Scheu haben, die vorhandenen Hilfsangebote anzunehmen. Armut ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft, von dem viele Menschen betroffen sind. Ohne eine professionelle Beratung ist es oft sehr schwer, eingetretene Überschuldung zu bewältigen. Brandenburg verfügt über ein gutes und flächendeckendes Netz von qualifizierten Beratungsstellen.“

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg beantragten im vergangenen Jahr 3.475 überschuldete Menschen im Land Brandenburg ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Das sind 209 weniger als 2013. Die durchschnittliche Verschuldung je Verbraucher betrug 43.300 Euro.

Golze sagte: „Für die Verschuldung von Privathaushalten gibt es unterschiedliche Gründe. Dazu gehören vor allem Arbeitslosigkeit, Krankheit und Trennung. Besonders geringfügig Beschäftigte und Alleinerziehende sind von einer Überschuldung bedroht. Der eingeführte gesetzliche Mindestlohn ist ein wichtiger Schritt, das Armutsrisiko dieser Menschen zu verringern.“

Die Privatinsolvenz ist seit 1999 möglich. Bevor ein gerichtliches Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet werden kann, muss ein Einigungsversuch mit den Gläubigern unternommen werden. Diesen begleiten die 56 Insolvenzberatungsstellen in Brandenburg, für die das Sozialministerium jährlich 1,7 Millionen Euro bereitstellt. Getragen werden diese Beratungsstellen vor allem von den Vereinen und Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege.

Die kommunale Schuldnerberatung bietet von Schulden betroffenen Menschen bei der Bewältigung von finanziellen Problemen ebenfalls Hilfe an. Diese dient als erste Anlaufstelle in Verschuldungssituationen.

Informationen, wie Familien mit ihrem Haushaltsgeld möglichst effektiv wirtschaften, bietet die kostenfreie Vortragsreihe „Auskommen mit dem Einkommen“ der Verbraucherzentrale Brandenburg. Alle Teilnehmenden der Vortragsreihe erhalten die Broschüre „Clever wirtschaften – Spartipps für Familien“. Interessierte können die Broschüre unter www.vzb.de/auskommen-einkommen herunterladen oder bei der Verbraucherzentrale Brandenburg kostenlos bestellen (Telefon 0331 98 22 999 5 oder per E-Mail an familie@vzb.de). Das Angebot wird vom Sozialministerium jährlich mit über 40.000 Euro gefördert. Zwischen 2007 und 2014 besuchten über 5.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger die Vortragsreihe.

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