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Vorstudie zur Wirkung von Fluglärm auf kognitive Leistungen und Lebensqualität bei Brandenburger Grundschulkindern im Umfeld des Flughafens Schönefeld (Querschnittstudie)

BER Schriftzug© Regine Baeker Anlässlich des 15. Internationalen Aktionstags gegen Lärm am 25. April 2012 informierte das Brandenburger Gesundheitsministerium über das geplante dreijährige Gesundheitsmonitoring im Umfeld des Flughafen BER.

Mit diesem Monitoring sollen mögliche gesundheitliche Auswirkungen des durch den Flughafen BER verursachten Fluglärms, insbesondere auf Kinder, untersucht werden. Neben der Lernleseleistung wird die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern erfasst. Methodisch sollen dazu Daten zur Sozialstruktur, zu familiären und umweltbezogenen Einflussfaktoren, sprachlichen Fähigkeiten der Kinder sowie deren Lese-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen in unterschiedlichen Studienschritten mit verschiedenen Instrumenten, ähnlich wie in der NORAH-Studie (Noise-related annoyance, cognition, and health), erhoben werden.
Das Brandenburger Gesundheitsmonitoring ist eng mit der Eröffnung des BER verbunden, so dass bisher nicht begonnen werden konnte.

In der Zwischenzeit hat das Gesundheitsministerium eine „Vorstudie zu chronischen Wirkungen von Fluglärm auf kognitive Leistungen und Lebensqualität bei Brandenburger Grundschulkindern im Umfeld des Flughafens Schönefeld“ in Auftrag gegeben.
Diese Vorstudie bot die Möglichkeit, die Eignung der auch bei der Hauptstudie zu verwendenden Testverfahren und Fragebögen zu prüfen und ggf. an die Brandenburger Bedingungen anzupassen.
Bei dieser Vorstudie wurden insgesamt 295 Kinder der zweiten und dritten Klassen aus dem Umfeld des Flughafens Schönefeld einbezogen. Die Schüler besuchen zwei bereits vom Fluglärm betroffene Grundschulen mit einem äquivalenten Dauerschallpegel in der Zeit von 8 bis 14 Uhr (LA,eq,8-14) von 52 bzw. 55 dB sowie zwei gegenwärtig gering fluglärmexponierten Grundschulen mit einem LA,eq,8-14 von 42 bzw. 41 dB.

Die Vorstudie ergab, dass das Untersuchungsinstrumentarium für das geplante Gesundheitsmonitoring geeignet ist. Außerdem wurde die Validität der angewandten Testaufgaben bestätigt.

Darüber hinaus ergaben die Datenanalysen aus der Vorstudie insgesamt ein sehr positives Bild der Leseleistungen und des allgemeinen und schulbezogenen Wohlbefindens der untersuchten Brandenburger Kinder.
Es zeigte sich aber auch, dass die Kinder der dritten Klassen aus den gering von Fluglärm betroffenen Schulen bessere Ergebnisse bei der Wort- und Satzleseleistung zeigten.
Aufgrund der geringen Anzahl an beteiligten Schulen können diese Ergebnisse lediglich als Hinweise auf mögliche fluglärmbedingte Beeinträchtigungen gewertet werden. Das Gesundheitsministerium nimmt diese Hinweise jedoch ernst und wird an dem geplanten Gesundheitsmonitoring festhalten, welches mit der Eröffnung des BER  zeitnah starten soll.
Es soll einen wichtigen Beitrag in der Lärmwirkungsforschung leisten und ist Ausdruck dafür, wie wichtig dem MASGF die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen ist.

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