Das Ministerium

Unsere Themen

Landesbeauftragte

Service

MRSA-Netzwerk Land Brandenburg

Weltweit nehmen Infektionen durch Antibiotika-resistente Keime zu. Diese Erreger sind zu einem gravierenden Problem der öffentlichen Gesundheit geworden, da die therapeutischen Möglichkeiten deutlich eingeschränkt sind. Es kann heute schon passieren, dass kein wirksames Antibiotikum mehr zur Verfügung steht. MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist einer der häufigsten multiresistenten Erreger (MRE) krankenhauserworbener Infektionen, der diese Entwicklung in typischer Weise aufzeigt. Von diesem Problem sind alle ambulanten und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens, z. B. Kliniken, Arztpraxen, stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Rettungs- und Krankentransportdienste sowie die Mitarbeiter der verschiedenen Gesundheitsfachberufe betroffen.

Die 79. Gesundheitsministerkonferenz (30. Juni 2006) widmete sich der Prävention von krankenhauserworbenen Infektionen durch MRSA und empfahl zur strukturellen Verbesserung der Situation die Bildung von regionalen Netzwerken. Auf dieser Basis wurde die Empfehlung der Arbeitsgruppe Krankenhaushygiene im damaligen Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF) unterstützt, flächendeckende Netzwerke zur Prävention von krankenhauserworbenen (nosokomialen) MRSA-/MRE-Übertragungen mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst als Koordinierungszentrale zu etablieren. Dies soll in Anlehnung an das EUREGIO-Projekt (www.mrsa-net.org) umgesetzt werden.

Am 30. Januar 2008 fand in Potsdam die Auftaktveranstaltung zum landesweiten Projekt "Aufbau regionaler Netzwerke zur Prävention krankenhauserworbener MRSA-Infektionen/-Besiedlungen und anderer multiresistenter Erreger" mit Brandenburger Gesundheitsämtern und Krankenhäusern statt. Ziel dieses Netzwerkes ist es, unter Koordinierung der zuständigen Gesundheitsämter regionale Netzwerke mit Beteiligung der Akutkliniken sowie stationärer Reha- und Pflegeeinrichtungen zu initiieren. Da die Ausbreitung von MRSA und anderen multiresistenten Erregern nicht nur auf Kliniken allein beschränkt ist, werden im weiteren Verlauf ambulante Pflegeeinrichtungen, der Krankentransport- und Rettungsdienst, die niedergelassenen Ärzte, Vertreter der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung und medizinisch-mikrobiologische Laboratorien mit einbezogen. Ein Hauptziel dieses Qualitätsverbundes ist, die Patientensicherheit und das Überleitungsmanagement zwischen ambulanten, stationären und pflegerischen Einrichtungen zu optimieren sowie die nosokomialen MRSA-Infektionen zu senken.

Weitere Fragen zum Thema MRSA/MRE beantworten wir gern unter:
E-Mail: margret.seewald@masgf.brandenburg.de

Bitte geben Sie für eine schnelle Kontaktaufnahme Ihre Telefonnummer an.

Übersicht

Themen

Weitere Fachinformationen: