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06.12.2012Fotokalender „Frauensache - Männerding“ veröffentlicht / Baaske: Frauen immer noch stark benachteiligt | 127/2012

Preisverleihung zum Fotowettbewerb „Klick die Gleichstellung“: Frauenminister Günter Baaske hat heute die Siegerinnen und Sieger geehrt. Gesucht wurden Bilder, die Rollenbilder von Frauen und Männer aufbrechen und den Blick auf veraltete Denkmuster werfen. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Fachtagung zum Thema „Wirtschaft trifft Gleichstellung – Frauen in der Arbeitswelt“ in Potsdam statt.

In seiner Laudatio sagte Baaske: „In vielen Köpfen ist immer noch eine tradierte Rollenverteilung verfestigt. Mit dem Fotokalender wollen wir dieses verstaubte Denken auch auf humorvolle Weise aufbrechen. Der Hintergrund ist aber sehr ernst: Immer noch werden Frauen vor allem im Beruf stark benachteiligt. Aber auch Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen sind überwiegend weiblich. Diese Ungerechtigkeiten müssen wir endlich überwinden.“

Für das Siegerfoto „Auszeit“ erhielt Anna Sperling aus Berlin einen Gutschein im Wert von 500 Euro. 300 bzw. 200 Euro-Gutscheine erhielten Angela Dölling aus Solingen (NRW) für „In the Mens World“ und Volker Döring aus Hohen Neuendorf bei Berlin für „Fluggerätemechanikerin“. Die 13 besten Fotos werden jetzt in dem Tisch-Kalender „Frauensache – Männerding“ 2013 veröffentlicht. Der Kalender kann auf der Internetseite www.masf.brandenburg.de bestellt werden.

Zu der Fachtagung „Wirtschaft trifft Gleichstellung – Frauen in der Arbeitswelt“ kamen 130 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Wissenschaft und Politik. Sie diskutieren über gleiche Chancen von Frauen und Männern in der Ausbildung und im Beruf, gerechte Bezahlung, Frauenquote und über die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Baaske: „Frauen verdienen in Brandenburg im Schnitt sieben Prozent weniger als Männer. Über 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind weiblich. Und in den Führungsetagen von Unternehmen begegnet man sehr selten Frauen. Das alles zeigt, dass wir beim Thema Gleichstellung in der Arbeitswelt noch vor großen Herausforderungen stehen. Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfes kann es sich die Wirtschaft aber nicht länger leisten, Frauen derart zu benachteiligen. Frauen sind sehr gut ausgebildet und wollen zu guten Löhnen voll arbeiten.“ Baaske unterstrich in seiner Rede die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn und einer Frauenquote: „Mit diesen Mitteln könnten sehr viele Ungerechtigkeiten effektiv und schnell überwunden werden.“

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