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Frauen und Beruf

Eine Frau mit einem Kind am Computer, © Kzenon - Fotolia.com © Kzenon - Fotolia.com

Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Berufsrückkehr nach einer Schwangerschaft, Aufstiegs- und Karrierechancen sowie eine berufliche Selbständigkeit sind Themen, die berufstätige Frauen bewegen.

Noch immer werden in Deutschland Frauen im Vergleich zu Männern im Durchschnitt schlechter bezahlt und in Führungspositionen sind sie deutlich unterrepräsentiert – obwohl sie oft sogar bessere Qualifikationen als ihre männlichen Kollegen vorweisen können. Auch sind es Frauen, die zu oft ungewollt im Niedriglohnsektor und in Teilzeit arbeiten müssen. Rund 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Fast jede dritte sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frau arbeitet verkürzt, die meisten davon unfreiwillig. Auch die Zahl der Minijobberinnen ist deutlich höher als die der Männer.

Um diese Situation zu verbessern, wurde ein ganze Bündel von Maßnahmen beschlossen, enthalten sind sie im Arbeitspolitischen Programm mit dem Titel „In Menschen investieren – Regionen stärken“.   Als bedeutsam hervorgehoben werden hier das Landesprogramm „Arbeit für Brandenburg“ und das „Regionalbudget“ sowie das Projekt „Einstiegszeit“ für junge Erwachsene. Informationen zu den Förderprogrammen gibt die arbeitsmarktpolitische Serviceeinrichtung des Landes LASA (Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH).

Die brandenburgische Landesregierung setzt sich bei diesen Fragen für Frauen ein, vor allem für gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, für einen gleichberechtigten Zugang zu Führungspositionen und für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Beruf und Pflege. Denn es sind meistens Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit für die Kinder oder für die Pflege von Familienangehörigen unterbrechen.

Beim Angebot an Kinderbetreuung ist Brandenburg im Ländervergleich in der Spitzengruppe: 52 Prozent der Kinder unter 3 Jahren wurden 2010 in Kitas oder anderen Tagespflegeeinrichtungen betreut (Deutschland: 25 Prozent, Ostdeutschland: 49 Prozent; Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2011). Dadurch verbessern sich die Rückkehrmöglichkeiten nach einer Phase der Erwerbsunterbrechung.

Auch die Erwerbstätigenquote der Frauen ist höher: Sie lag in Brandenburg 2009 bei 77,4 Prozent und in Deutschland bei 66,2 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Existenzgründung

In Brandenburg gibt es rund 44.000 selbständige Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen. Die Frauenquote bei den Selbständigen liegt damit bei 33 Prozent – 2 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Das ist eine starke weibliche Wirtschaftskraft.

Angesichts der fachlichen Kompetenzen und des hohen Bildungsniveaus von Frauen könnten es aber noch mehr sein. Die Landesregierung will noch mehr Frauen ermutigen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Mit den regionalen Lotsendiensten gibt es im Land Brandenburg ein umfassendes Beratungsnetzwerk für Existenzgründerinnen und Existenzgründer. Sie helfen vor allem arbeitslose Menschen auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit. Dabei bieten die Lotsendienste auch spezielle frauenspezifische Qualifizierungs- und Beratungsangebote an.

Seit 2003 verleiht die Landesregierung alle zwei Jahre den Preis „Unternehmerin des Landes Brandenburg“. Viele Unternehmerinnen setzen sich nicht nur für ihre Angestellten tatkräftig ein, sondern engagieren sich auch noch ehrenamtlich für ihre Region. Traditionell findet die Preisverleihung im Rahmen des Unternehmerinnen- und Gründerinnentages (UGT) statt.

Berufsorientierung - Zukunftstag für Mädchen und Jungen

Eine gute Ausbildung ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufs- und Lebensperspektive. Jugendliche können gar nicht früh genug damit anfangen, sich mit der Frage zu beschäftigen, welchen Beruf sie einmal ausüben möchten. Und immer noch entscheiden sich viele Jungen und Mädchen für die wenigen „klassischen, geschlechtertypischen“ Berufe wie Kfz-Mechaniker oder Einzelhandelsverkäuferin.

Die Landesregierung möchte Jugendliche ermuntern, über den Tellerrand zu schauen und sich für andere, zukunftsweisende Berufe zu informieren. Eine gute Gelegenheit bietet der Zukunftstag, der seit 2003 unter der Federführung des Arbeits- und Frauenministeriums stattfindet. Ziel ist es, jungen Menschen bei der Berufsorientierung und Lebensplanung zu helfen und ihnen Praxiserfahrungen insbesondere auch in geschlechteruntypische Berufe zu ermöglichen.

 

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