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Zwei Frauen, © absolut - Fotolia.com © absolut - Fotolia.com

In Brandenburg gibt es eine dichte gleichstellungspolitische Infrastruktur. Feste Bestandteile sind die Frauenverbände und die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Zu den größten Frauenverbänden in Brandenburg gehören der Frauenpolitische Rat Brandenburg e.V. (FPR), der Demokratische Frauenbund Landesverband Brandenburg e.V. (dfb), die Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit im Land Brandenburg und der Brandenburger Landfrauenverband e.V.. Diese Verbände unterstützen Maßnahmen, Projekte, Einrichtungen, Beratungsstellen für Frauen und Mädchen insbesondere in freier Trägerschaft.

Der Frauenpolitische Rat ist der Zusammenschluss von mehr als 20 Frauenverbänden, -organisationen, -vereinen sowie Frauengruppen der Gewerkschaften, Kirchen und Parteien im Land Brandenburg. Er ist Dachverband und Interessenvertretung für mehr als 150.000 organisierte Frauen in Brandenburg.

Brandenburg ist ein Flächenland und besteht aus über 200 Gemeinden, Ämtern, Landkreisen. Bei der Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frau und Mann im Beruf, im öffentlichen Leben, in Bildung und Ausbildung sowie im Bereich der sozialen Sicherheit spielen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten eine wichtige Rolle. Jede Frau und jeder Mann kann sich direkt an die zuständige Gleichstellungsbeauftragte wenden.

Geschlechtergleichstellung für ein funktionierendes Gemeinwesen

Für ein funktionierendes und ausgeglichenes Gemeinwesen ist die paritätische Verteilung von Einfluss, Mitsprache und Macht im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben unter den Geschlechtern unverzichtbar. Die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen, Gremien und Entscheidungsstellen zu stärken, ist nach wie vor eine bedeutsame Aufgabe.

Frau mit Einfluss – Besetzung von Führungspositionen und Gremien

Die Aussage "Je höher die Position, desto geringer der Frauenanteil" hat heute noch Gültigkeit. Frauen haben immer noch schlechtere Karrierechancen als Männer. Das trifft nicht nur für die Privatwirtschaft zu, sondern auch für den öffentlichen Dienst. In der brandenburgischen Landesverwaltung haben Frauen mit 52 Prozent zwar den größeren Anteil an Beschäftigten, der Frauenanteil im höheren Dienst beträgt 41 Prozent. Dies ist dennoch lobenswert wenn man bedenkt, dass 1994 der Anteil nur 30 Prozent betrug (Quelle: 5. Landesgleichstellungsbericht, 2009).

Frauen in der Politik

Gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung ist der Frauenanteil in den brandenburgischen Parteien und insbesondere in parlamentarischen Ämtern zu gering. Erheblich unterrepräsentiert sind die Frauen in den Kommunalparlamenten, während der Anteil zwischen Mann und Frau im Brandenburger Landtag ausgeglichener ist. So beträgt der Frauenanteil im Landtag in der 5. Wahlperiode (2009-2014) rund 43 Prozent. Wenngleich die Studie zur Lebenssituation der Frauen in Brandenburg ein großes allgemeines Interesse von Frauen an Politik offenbart und Brandenburg im deutschen Vergleich auf eine relativ hohe Frauenrepräsentanz in der Politik verweisen kann, muss insbesondere mit Hinblick auf die Vertretung in politischen Führungspositionen ein deutliches Ungleichgewicht zu Gunsten der Männer festgestellt werden.

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