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Freiwilligendienste

Ein Freiwilligendienst unterscheidet sich von anderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements oder eines Ehrenamtes durch seinen zeitlich verbindlichen und gesetzlich geregelten Charakter. Freiwillige jeden Alters leisten durch ihre Dienste einen wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. 

Jugendfreiwilligendienste haben in Deutschland eine lange Tradition. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und andere, internationale Freiwilligendienste, sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Junge Menschennutzen das FSJ oder FÖJ vor allem im Anschluss an ihre schulische Ausbildung, um Erfahrungen und Referenzen zu erwerben, die bei der beruflichen Orientierung hilfreich sind.

Aber nicht nur Jugendliche können sich engagieren. Der neue Bundesfreiwilligendienst, der 2011 als Ersatz für den Zivildienst geschaffen wurde, spricht alle Generationen an, sich zu engagieren.

Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ

Wer zwischen 16 und 27 Jahren alt ist, kann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) leisten. In der Regel beginnen FSJ und FÖJ jeweils am 1. September und enden am 31. August des folgenden Jahres. Eine Ausdehnung auf bis zu 24 Monate ist in begründeten Fällen möglich. Wer sich für ein FSJ oder ein FÖJ bewerben möchte, wendet sich am besten direkt an einen anerkannten Träger.

Die jungen Freiwilligen leisten überwiegend praktische Hilfstätigkeiten. Einsatzstellen für das FSJ gibt es in Organisationen der Wohlfahrtspflege, der Kinder- und Jugendhilfe, der Jugendarbeit, der Alten- und Gesundheitspflege, der Kultur, der Denkmalpflege und des Sports. Der Einsatz im FÖJ ist ganz dem Umwelt- und Naturschutz gewidmet.

Die Freiwilligen im FÖJ und FSJ arbeiten in der Regel volltags mit höchstens 39 Stunden pro Woche. Sie nehmen regelmäßig an Weiterbildungsseminaren teil, erhalten ein Taschengeld sowie Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr und sind sozialversichert.

Im Land Brandenburg ist für das FSJ das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (weitere Informationen zum FSJ) und für das FÖJ das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (weitere Informationen zum FÖJ) zuständig.

Die Rahmenbedingungen für diese beiden Vollzeit-Dienste sind bundeseinheitlich im Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) geregelt.

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Am 1. Juli 2011 startete der neue Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht ging der Wegfall des Zivildienstes einher. Der BFD soll den Zivildienst ersetzen und ergänzt die Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ. Mit dem neuen Freiwilligendienst sollen Männer und Frauen  aller Altersgruppen angesprochen werden. Der BFD wird in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet, insbesondere in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Einrichtungen der Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, der Behindertenhilfe, der Kultur und Denkmalpflege, des Sports, der Integration, des Zivil- und Katastrophenschutzes und im Bereich des Umweltschutzes. Alle bisherigen Zivildienststellen sind für den BFD geöffnet

Für die Tätigkeit wird keine fachliche Ausbildung benötigt. Die Freiwilligen übernehmen gemeinwohlorientierte Aufgaben, die über die Kernleistungen der Einsatzstelle hinausgehen. Das sind praktische Hilfstätigkeiten, in denen oft menschliche Beziehungen im Vordergrund stehen. Der BFD ist geeignet für den beruflichen Wiedereinstieg (z.B. nach Familienzeit) und auch für eine Auszeit. ALG-II-Empfänger und Ausländer können grundsätzlich auch einen BFD leisten.

Der Einsatz im BFD dauert in der Regel zwölf Monate (mindestens sechs und höchstens 24 Monate). Der BFD ist grundsätzlich vergleichbar einer Vollzeitbeschäftigung zu leisten, aber sofern die Freiwilligen älter als 27 Jahre sind, ist auch Teilzeit von mehr als 20 Wochenstunden möglich. Die Freiwilligen sind als Beschäftigte gesetzlich sozialversichert und es wird ein monatliches Taschengeld gezahlt. Kindergeld wird wie im FSJ oder FÖJ bis zum 25. Lebensjahr gezahlt.

Auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes www.bundesfreiwilligendienst.de gibt es eine Platzbörse und umfassende Informationen. Für Interessierte gibt es auch eine telefonische Service-Hotline: 0221–36730.

Für den Bundesfreiwilligendienst ist der Bund zuständig. Das Brandenburgische Sozialministerium vertritt den Bund in Fragen zum BFD im Land Brandenburg.

Die Rahmenbedingungen sind bundeseinheitlich im Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst (BFDG) geregelt.

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