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Sozialpartner 2015Brandenburger Sozialpartner 2015

Gesellschaft und Arbeitswelt in Brandenburg stehen vor enormen Herausforderungen. Bis zum Jahr 2030 wird Brandenburgs Bevölkerung um rund 300.000 Menschen auf 2,2 Millionen zurückgehen und die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um rund 30 Prozent. Darüber hinaus könnten bis zu 460.000 Arbeitsplätze in der Region unbesetzt bleiben, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Bewältigung des demografischen Wandels, Fachkräftesicherung, eine weiterhin positive Wirtschaftsentwicklung, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und die Sicherung fairer Entlohnung sind wesentliche Aufgaben, denen sich Land, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam stellen müssen.

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) und der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Bezirk Berlin-Brandenburg, haben dazu am 31. Mai 2011 eine Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Sozialpartnerschaft im Land Brandenburg verabschiedet. Damit bekennen sie sich die Unterzeichner zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für einen zukunftsfähigen Standort Brandenburg. Übergeordnetes Ziel der Erklärung ist es, die Handlungsfähigkeit der Tarifparteien in Brandenburg durch eine höhere Beteiligung bisher nicht organisierter Unternehmen und Beschäftigter zu stärken. Tarifverträge, ausgehandelt von starken Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, bieten am ehesten die Gewähr für eine moderne, humane Arbeitswelt und attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserem Land.

Zur Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung wurde am 14. November 2011 der Sozialpartnerdialog Brandenburg gegründet. An dem Dialog sind unter Moderation des Arbeitsministerium die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), der DGB Berlin-Brandenburg sowie Einzelverbände und –gewerkschaften aus Metall- und Elektroindustrie, Baugewerbe, Chemie, Handel sowie Hotel- und Gaststättengewerbe beteiligt. Das Gremium befasste sich in seiner ersten Sitzung insbesondere mit den Folgen des demografischen Wandels für die Arbeitswelt.

Zu den Handlungsfeldern von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften zählen insbesondere Fachkräfteentwicklung, Demografischer Wandel und Lohnentwicklung. Aber auch Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitspolitik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen eine wichtige Rolle.

Die Tarifbindung in Brandenburg ist vergleichsweise gering und noch dazu rückläufig. In 2010 waren 25 Prozent der Betriebe im Land tarifgebunden und 55 Prozent der Brandenburger Beschäftigten wurden tariflich entlohnt (2009: 29 Prozent der Betriebe bzw. 58 Prozent der Beschäftigten). In Westdeutschland waren dies 2010 immerhin 36 Prozent der Betriebe bzw. 63 Prozent der Beschäftigten (2009: 39 Prozent der Betriebe bzw. 64 Prozent der Beschäftigten).

Grundvoraussetzungen sind gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne

Fachkräftesicherung funktioniert in erster Linie über faire Löhne. Dabei bleibt Brandenburg vielerorts noch deutlich hinter dem Niveau Westdeutschlands zurück. Unter Berücksichtigung der Arbeitszeit betrug der durchschnittliche Bruttolohn je abhängig Beschäftigten im Jahr 2010 in Brandenburg 74 Prozent des Durchschnittswertes in Westdeutschland.

Wesentliches Element der Sozialpartnerschaft auf betrieblicher Ebene sind die Betriebsräte. Für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne sind starke Betriebsräte wichtig. Sie setzen sich für die Interessen der Beschäftigten ein, behalten dabei aber auch stets die wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Unternehmen im Blick.

 

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