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Sozialpartnerschaft

Sozialpartner 2015Brandenburger Sozialpartner 2015

Die Bewältigung des demografischen Wandels, Fachkräftesicherung, eine weiterhin positive Wirtschaftsentwicklung, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und die Sicherung fairer Entlohnung sind wesentliche Aufgaben, denen sich Land, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam stellen müssen.

Das Arbeitsministerium des Landes Brandenburg, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Bezirk Berlin-Brandenburg, haben am 31. Mai 2011 eine Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Sozialpartnerschaft im Land Brandenburg verabschiedet.

Sozialpartnerschaft bedeutet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam die Arbeitswelt gestalten. Zentraler Ausdruck von Sozialpartnerschaft sind Tarifverträge.

Ziel der Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Sozialpartnerschaft im Land Brandenburg ist eine stärkere Beteiligung der bisher nicht organisierten Unternehmen und Beschäftigten. Es sollen die gemeinsamen Kräfte gebündelt werden, um den Herausforderungen einer dynamischen Wirtschaft und eines sich nicht zuletzt im Angesichte des demografischen Wandels und der Digitalisierung verändernden Arbeitsmarktes begegnen zu können. Hintergrund der Aktivitäten ist insbesondere das Ziel der Erhöhung der Tarifbindung, da Tarifverträge ein ganz wesentliches Element zur Sicherung von Fachkräften und Guter Arbeit mit gerechten Löhnen sind.

Die Tarifbindung ist in Brandenburg und den ostdeutschen Ländern niedriger als im Westen. Im Jahr 2015 waren 24 Prozent der Betriebe in Brandenburg tarifgebunden und 51 Prozent der Brandenburger Beschäftigten wurden tariflich entlohnt. In Ostdeutschland waren dies 2015 22 Prozent, im Westen jedoch 34 Prozent der Betriebe. Der Anteil der Beschäftigten, die tarifgebunden arbeiteten, lag in Ostdeutschland bei lediglich 46 Prozent, im Westen jedoch bei 60 Prozent.

Zur Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung wurde am 14. November 2011 der Brandenburger Sozialpartnerdialog gegründet. An ihm beteiligen sich unter der Moderation des Arbeitsministeriums die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg sowie die Tarifparteien der Branchen Metall- und Elektro, Baugewerbe, Chemie, Handel, Logistik sowie des Hotel- und Gaststättengewerbes und das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg. Gemeinsam werden die Ziele Stärkung der Tarifbindung und die Fachkräftesicherung mit Initiativen und Projekten, verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und Fachtagungen verfolgt.

Zentrales Ergebnis des Brandenburger Sozialpartnerdialogs ist die Richtlinie zur Stärkung der Sozialpartnerschaft und Steigerung der Qualität der Arbeit im Land Brandenburg (Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie). Gefördert werden Projekte in einzelnen Branchen, die Unternehmen zur Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Arbeitsorganisation im Sinne Guter Arbeit beraten. Verknüpft wird diese Beratung mit der Sensibilisierung der Unternehmen zu Fragen von Tarifbindung und Mitbestimmung. Im Rahmen eines Branchendialogs werden in den Projekten die einzelbetrieblichen Erfahrungen mit Überlegungen zur Entwicklung der Branche insgesamt verbunden. Die Sozialpartner werden eng in die Projektumsetzung einbezogen.

Wesentliches Element der Sozialpartnerschaft auf betrieblicher Ebene sind Betriebsräte. Sie kümmern sich um sichere und gute Arbeitsbedingungen. Ein enger Austausch mit Betriebsratsmitgliedern hilft der Arbeitspolitik im Land. Daher veranstaltet das Arbeitsministerium gemeinsam mit dem DGB Bezirk Berlin-Brandenburg seit 2012 unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg jährlich eine Brandenburger Betriebsrätekonferenz.

 

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