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Renten- und Unfallversicherung

Seniorin, © absolut - Fotolia.com © absolut - Fotolia.comDer Sozialstaat bietet Schutz vor Risiken, die der einzelne Mensch aus eigener Kraft nicht bewältigen kann. Zu diesen Risiken gehören neben dem Alter auch Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Arbeitslosigkeit. Für die Absicherung bietet der deutsche Sozialstaat gesetzliche Sozialversicherungen an, die bundeseinheitlichen Regelungen unterliegen.

Gesetzliche Rentenversicherung

Rente, © Andre B. - Fotolia.com © Andre B. - Fotolia.comDie gesetzliche Rentenversicherung ist das größte soziale Sicherungssystem in Deutschland. Die gesetzliche Altersrente ersetzt das Erwerbseinkommen und ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger die Haupteinkommensquelle im Alter. Außerdem werden Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und an Hinterbliebene gezahlt. Bereits während des Berufslebens erbringt die gesetzliche Rentenversicherung Leistungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Rechtliche Grundlage der Rentenversicherung ist das Sechste Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI).

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und bestimmte Gruppen von Selbstständigen zahlen als Pflichtmitglieder in die Rentenkasse ein. Der Betrag wird als Prozentsatz vom Bruttoarbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen bemessen und bei Beschäftigten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern je zur Hälfte finanziert. Geschlecht, Alter oder Gesundheitszustand spielen für den Beitrag keine Rolle. Wer nicht versicherungspflichtig ist, kann sich freiwillig versichern.

Die Höhe der persönlichen Rente wird mit Hilfe der Rentenformel errechnet. Sie ist wesentlich von der Höhe der versicherten Arbeitsentgelte und der Dauer der Beitragszahlung abhängig. Darüber hinaus enthält die Rente soziale Ausgleichsleistungen, z.B. für Phasen der Kindererziehung, die aus Zuschüssen des Bundes finanziert werden. Mehr Informationen zur Rentenberechnung sind auf der Seite des Bundessozialministeriums eingestellt: Rentenberechnung.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird ab dem Jahr 2012 bis 2029 schrittweise von bisher 65 auf 67 Jahren erhöht, um die Renten zukunftsfest zu machen. Denn angesichts steigender Lebenserwartungen und sinkender Geburtenzahlen werden immer weniger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler immer mehr Rentenempfängerinnen und Rentenempfängern gegenüberstehen. Die Deutsche Rentenversicherung stellt im Internet einen Rentenbeginn- und Rentenhöhenrechner zur Verfügung.

Gesetzliche Unfallversicherung

Eine Hand wird verbunden, © Bernd_Leitner - Fotolia.com © Bernd_Leitner - Fotolia.comDie gesetzliche Unfallversicherung gleicht Gesundheitsschäden infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit aus, die vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende während einer versicherten Tätigkeit erleiden. In der gesetzlichen Unfallversicherung zahlt allein der Arbeitgeber die Beiträge. Rechtliche Grundlage ist das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII).

Aufgabe der Unfallversicherung ist es,

  • mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten,
  • nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten wiederherzustellen und
  • versicherte Personen oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen.

Träger der Unfallversicherung sind die gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sowie die Versicherungsträger der öffentlichen Hand (z.B. Unfallkassen). Als Service bieten die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung eine bundesweit einheitliche Telefonnummer für allgemeine Informationen an:

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 60 50 40 4 werden allgemeine Fragen zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten beantwortet. Fragen zu Einzelfällen, die in die Zuständigkeit einer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse fallen, werden an diese weitergeleitet.

 

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Letzte Aktualisierung: 15.05.2017