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Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder

Eine junge Frau trägt ein Kind auf den Schultern. © Snail000 - Fotolia.com © Snail000 - Fotolia.com

Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder muss entschlossen bekämpft werden. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Die ganze Gesellschaft ist gefordert, hinzuschauen und zu handeln.

Im Jahr 2015 wurden in Brandenburg nach der polizielichen Kriminalstatistik insgesamt 3.961 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registriert (2014: 3.873). Die meisten Opfer sind Frauen, die meisten Täter aktuelle oder frühere Partner. Auch Kinder leiden unter der Gewalt gegen ihre Mütter.

Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder ist ein Handlungsschwerpunkt der Frauen- und Gleichstellungspolitik in Brandenburg. Seit 2001 verfolgt die Landesregierung mit dem Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder das Ziel, häusliche Gewalt wirkungsvoll zu bekämpfen. Es ist gelungen, die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien, Frauenhilfeeinrichtungen, Polizei,  Kommunen und anderen Partnern im Kampf gegen Gewalt eng zu verzahnen. Die Hilfsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder werden weiterentwickelt.

Das Land Brandenburg hat ein landesweites von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 21 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht. 542 Frauen und 591 Kinder fanden im Jahr 2015 dort Schutz (2014: 554 Frauen und 684 Kinder, 2013: 603 Frauen und 531 Kinder; 2012: 632 Frauen und 687 Kinder). Die Frauenschutzeinrichtungen bieten ein qualifiziertes Hilfeangebot. Die Frauen finden dort mit ihren Kindern jederzeit und unabhängig vom Wohnort Aufnahme. Sie werden von Sozialarbeiterinnen oder Sozialpädagoginnen beraten und begleitet und bei der Betreuung der Kinder unterstützt.

Ein weiteres Aufgabenfeld der Frauenhäuser, das in den letzten Jahren stetig an Bedeutung zugenommen hat, ist die externe Beratung und Krisenintervention für Frauen, die nicht in ein Frauenhaus gehen wollen. 2994 Frauen ließen sich im Jahr 2015 (2014: 2579, 2013: 2.700; 2012: 2.784) beraten.

In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt befindet sich mindestens ein Frauenhaus oder eine Beratungsstelle mit angeschlossener Zufluchtswohnung. Die Einrichtungen werden pro Jahr mit insgesamt 2 Millionen Euro von Land, Kommunen und Trägern sowie aus Spenden finanziert.

Seit 1999 wird der 25. November als internationaler Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen begangen. Mit vielen Aktionen wird auf das Problem aufmerksam gemacht. Der Tag erinnert an die drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten gegen die Diktatur auf der Dominikanischen Republik nach monatelanger Verfolgung und Folter ermordet wurden.

Im Jahr 2013 wurden vom brandenburgischen Frauenministerium 13.000 Euro für Maßnahmen rund um den 25. November bereitgestellt. Daraus wurden unter anderem diese Aktionen finanziell unterstützt: Ausstellung "Öffne Augen" in Schwedt (29.10.-07.11.), Fachtagung zum Thema "Häusliche Gewalt (k)ein Tabuthema in der Praxis - Lasst uns reden!" in Brandenburg an der Havel (13.11.) sowie Aktionstage und Veranstaltungen rund um den 25.11. in Perleberg, Wittenberge, Prenzlau Rathenow und Potsdam. Außerdem wurde die Herstellung von Informationsmaterialien zur Aufklärung über Gewalt gegen Frauen und über Hilfeangebote in den Landkreisen Teltow-Fläming, Barnim, Havelland und der Stadt Brandenburg an der Havel gefördert.

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Letzte Aktualisierung: 17.11.2016