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10.07.2009Zweiter Integrationspreis des Landes Brandenburg verliehen | 114

Sozialministerin Dagmar Ziegler und die Integrationsbeauftragte Prof. Karin Weiss haben heute in Potsdam den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Integrationspreis des Landes Brandenburg verliehen. Ausgezeichnet wurden die Migrationsberatungsstelle des Bundes der Vertriebenen (BdV) e. V. Eberswalde und Herr Erden Kocaman aus Steinhöfel, die jeweils 2.500 Euro Preisgeld erhielten.

Thema des zum zweiten Mal ausgelobten Integrationspreises ist diesmal die Integration in Erwerbstätigkeit. „Arbeit und Einkommen sind entscheidende Bereiche für eine erfolgreiche Integration“, sagte Dagmar Ziegler. „Darum wollen wir heute die Auszeichnung an eine Initiative und einen Unternehmer vergeben, die sich besonders auf diesem Gebiet verdient gemacht haben, die durch ihre Arbeit und ihr Engagement Chancen für Zugewanderte auf dem Arbeitsmarkt verbessern helfen und beispielgebend für andere sind“.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr. Karin Weiss, machte deutlich, dass auch in Brandenburg die Zahl der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund zunehme. „Integration ist Herausforderung und Chance zugleich. Viele Zugewanderte haben eine hohe Qualifikation und können mit ihrer Arbeit, ob in einem Beschäftigungsverhältnis oder als Selbständige, auch wesentlich zur Entwicklung des Landes beitragen“, betonte Weiss.

Die Migrationsberatungsstelle des BdV e. V. Eberswalde wurde für ihr Projekt zur Ausbildung von EU-Kraftfahrerinnen und –Kraftfahrern ausgezeichnet. Das Projekt - Ziel ist der Berufsabschluss - läuft seit 5 Jahren. Partner sind das Arbeitsamt, eine Verkehrsschule und eine Fahrschule. Die ersten 24 Teilnehmer haben die praktischen und theoretischen Prüfungen durchweg mit guten bis sehr guten Ergebnissen bestanden. Einige kamen sofort in Festanstellungen, andere etwas später. Positiv ist auch, dass sie mit ihren Familien in der Region geblieben sind. Das Projekt hat bundesweit Anerkennung erfahren.

Der zweite Preisträger, Herr Erden Kocaman aus dem Landkreis Märkisch Oderland, wurde vom Bürgermeister der Gemeinde Steinhöfel, Herrn Funke, vorgeschlagen. Herr Kocaman kam mit 20 Jahren 1990 aus der Türkei nach Deutschland, eröffnete 1994 seinen ersten Imbiss und betreibt heute in Heinersdorf das Cafe und Bistro „Tiffany“ und hat weitere gastronomische Geschäfte in Seelow, Bad Saarow und Fürstenwalde. Im Jahr 2000 wurde Herr Kocaman deutscher Staatsbürger. Trotz eines Brandanschlags auf sein Lokal in Heinersdorf blieb er in der Gemeinde und engagiert sich in ihr auch ehrenamtlich.

Weiterhin wurden Ehrenurkunden für das Engagement zur Integration in Arbeit an den Lotsendienst zur Existenzgründung für Migrantinnen und Migranten der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) sowie an Herrn Mykhaylo Tkach von der Jüdische Gemeinde Potsdam e. V., übergeben. Herr Tkach hat unter anderem das Integrationsprojekt des Sozialministeriums für zugewanderte Ärztinnen und Ärzte mit initiiert.

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